Kulturdiplomatie Das französische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung verfügt über ein umfangreiches Netzwerk kultureller Einrichtungen im Ausland. Kulturdiplomatie Veröffentlicht am : 16 October 2015 Aktualisiert am : 21 April 2026 Dans cette rubrique Das Ministerium in Aktion Einsatz für Frieden und Achtung der Menschenrechte Einsatz innerhalb der Vereinten Nationen Einsatz für Sicherheit, Abrüstung und Nichtverbreitung Humanitäre Soforthilfe Förderung der Menschenrechte Gleichstellung von Frauen und Männern: für Frankreich eine Priorität Einsatz innerhalb der internationalen Justiz Digitale Diplomatie Förderung eines souveränen Europas La communauté politique européenne Die wichtigen internen Politikbereiche der Europäischen Union Das Europa der Verteidigung Frankreich und die Europäische Union Europäische Dossiers Förderung von französischen Unternehmen und Frankreichs Attraktivität Attraktivität für internationale Studierende Die Attraktivität Frankreichs fördern Die Handelspolitik der französischen Regierung Förderung Frankreichs im Bereich Sport Stärkung von Frankreichs Spitzenposition als beliebtestes Reiseziel Unterstützung für Forschende und internationale wissenschaftliche Kooperationen Sicherstellung der französischen Kulturpräsenz Ausbau der Präsenz französischer audiovisueller Medien weltweit Kulturdiplomatie Unterstützung für die Kultur- und Kreativwirtschaft Verteidigung der Frankophonie und der französischen Sprache Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich Ein neues „Festival der Frankophonie“ anlässlich des 19. Frankophonie-Gipfels, der diesmal in Frankreich ausgerichtet wird Beitrag zu einer nachhaltigen und ausgewogenen Globalisierung Antwort auf die Klima- und Umweltkrise Kampf gegen globale Ungleichheiten Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen und Zivilgesellschaft Globale Herausforderungen Kooperationsmaßnahmen Regionalstrategien Alle diese Einrichtungen pflegen enge Beziehungen zu lokalen Partnern und folgen klaren Zielvorgaben: Bekanntmachung der französischen Kultur und der Werke französischer Künstler: Das kulturelle Netzwerk Frankreichs im Ausland organisiert jährlich über 26.000 Kulturveranstaltungen. Entwicklung dauerhafter Netzwerke zwischen Kulturschaffenden wie auch Verantwortlichen der Kulturpolitik, um auf Anfragen und Erwartungen ausländischer Künstler und Fachkreise einzugehen. Die Kunstpolitik Frankreichs auf internationaler Ebene orientiert sich an drei Prioritäten: Verbreitung der zeitgenössischen Kreation in allen ihren Formen Im Ausland mit Veranstaltungen wie Baltic Sounds French für zeitgenössische Musik, France Danse für zeitgenössisches Ballett oder Paris Calling in London für zeitgenössische Kunst. Darüber hinaus gibt es auch Austausche zwischen Galerien wie Berlin-Paris oder Festivals für mehrere Kunstgattungen wie Croisements in China. In Frankreich mit der Plattform Focus: Seit 2008 bietet Focus ausländischen Programmplanern im Rahmen eines international anerkannten Festivals die Möglichkeit, neuere Kreationen von in Frankreich lebenden Künstlern in den Bereichen Tanz, Theater, Zirkus und Straßenkunst kennenzulernen. Ausstrahlung der französischen Kultur und praktische Umsetzung der kulturellen Vielfalt Mit verschiedenen „Saisons“, „Jahren“ oder „Festivals“ wollen wir jeweils den kulturellen Reichtum eines anderen Landes in Frankreich präsentieren bzw. die Ausstrahlung unserer eigenen Kultur über die Grenzen hinaus fördern: Im Rahmen von Initiativen wie dem Frankreich-Festival in Kroatien (2015), dem Frankreich-Korea-Jahr (2015-2016) oder dem Frankreich-Kolumbien-Jahr (2016) werden überall in den Partnerstaaten zusammen mit lokalen Behörden und Partnern Hunderte von Veranstaltungen in den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Bildung und Wirtschaft organisiert. Anderen Ländern gewidmete Saisons, Jahre und Festivals in Frankreich bieten Gelegenheit, dem breiten Publikum die Kreativität des jeweiligen Gastlands auf sämtlichen Gebieten nahezubringen. Seit dem „Indien-Jahr“ 1985 wurden auf diese Weise in Paris wie auch in den französischen Regionen rund dreißig Länder mit ihren verschiedenen Facetten vorgestellt, darunter Armenien (Arménie mon amie), Russland, Kroatien (Croatie la voici !), China im Jahr 2014 (France-Chine 50) sowie Singapur (Singapour en France, le Festival) und Korea (Année France-Corée) im Jahr 2015. Die Saisons sind ein anerkanntes Label und sind international begehrt. Viele Länder haben den Wunsch, sich an diesem Austausch zu beteiligen, und interessieren sich für das Know-how Frankreichs als Vorreiter in diesem Bereich. Seit 1985 wurden ca. 50 „Saisons“, „Jahre“ oder „Festivals“ organisiert. Stärkung der fachlichen Fähigkeiten in den verschiedenen Kunstsparten Frankreich führt darüber hinaus auch eine bereichsspezifische Entwicklungs- und Kooperationspolitik gegenüber den Staaten der „Zone de Solidarité Prioritaire“ (ZSP). Es handelt sich um das Programm „Afrique et Caraïbes en créations“, dessen Management dem Institut français übertragen wurde. Die Schwerpunkte dieses Programms sind: Förderung des Zugangs zum nationalen und internationalen Markt; Entwicklung der Kulturwirtschaft, sodass die betreffenden Länder/Gebiete vom Reichtum ihrer kulturellen Produktion profitieren können. Das Programm setzt sich aus diversen großen Themenveranstaltungen in Afrika und der Karibik zusammen, die gleichzeitig als fachliche Branchenplattformen konzipiert sind: Biennale „Danse l’Afrique Danse", „Rencontres de Bamako“, Biennale „Danses Caraïbe“, „L’Afrique est à la Mode“ usw. Nuit Blanche in Zagreb, Anamorphose eines Wals von Etien’ (im Rahmen von Rendez-vous, dem Frankreich-Festival in Kroatien). Foto : Nina Đurđević Kultureller Austausch Das Engagement Frankreichs für den kulturellen Austausch vollzieht sich in vielfältiger Form: Reziprozität des kulturellen Austauschs zwischen Frankreich und dem Ausland; die europäische Dimension dieses Austauschs; Bekunden von Solidarität mit den anderen Kulturen der Welt durch Unterstützung ihrer Entwicklung. Das kulturelle Netzwerk Frankreichs bemüht sich parallel zur Verbreitung von Ideen und Werken um langfristige Partnerschaften wie Koproduktionen, Residenzen für Künstler und Kuratoren, philosophische Debatten, Partnerschaften zwischen französischen und ausländischen Institutionen oder Know-how-Transfers. Gastaufenthalte für Künstler in Frankreich und im Ausland: das Programm der Residenzen Das Programm der Künstler-Residenzen basiert auf zwei wesentlichen Grundideen: Schriftstellern, Künstlern und Fachleuten der französischen Kultur einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen, wie dies bei den Programmen „Villa Médicis Hors les Murs“ oder „Villa Kujoyama“ der Fall ist; die Aufnahme aufstrebender oder bereits anerkannter Schriftsteller und Künstler aus dem Ausland in Paris zu fördern; dies gilt insbesondere für die Residenz-Programme des Centre international d’accueil et d’échanges des Récollets und der Cité Internationale des Arts. Ziel dieses Instrumentariums ist es, den internationalen Werdegang aufstrebender oder bereits anerkannter Künstler und Autoren zu begleiten und zu strukturieren: Nahezu 350 Kulturschaffenden der französischen und internationalen Szene kam während ihrer Laufbahn eine Residenz zugute. Jedes Jahr werden 100 Pauschalzuwendungen für eine Residenz im Ausland an französische oder seit mindestens fünf Jahren in Frankreich ansässige Künstler ausgereicht. 100 weitere kommen im Rahmen der zusammen mit diversen Partnern, u.a. der Stadt Paris, eingerichteten Programme ausländischen Künstlern zugute. Der deutsch-französische Fonds Der anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Elysée-Vertrags im Jahr 2003 eingerichtete Deutsch-französische Fonds für Kulturprogramme in Drittstaaten ist ein Symbol der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich. Er soll die kulturelle Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich in Drittländern anhand konkreter Kooperationsprojekte in den Bereichen visuelle Kunst, Bühnenkunst, Film, audiovisuelle Medien, Sport, Philosophie, Literatur, Förderung des Erlernens der deutschen und der französischen Sprache sichtbar und erfahrbar machen. Dieses Programm ist ein flexibles und originelles Konzept, das über die deutsch-französische Zusammenarbeit hinaus auch bei anderen europäischen Staaten auf Interesse stoßen und das Bild eines geeinten Europas im Bereich der Kultur vermitteln kann. Die Bündelung der Mittel beider Länder ermöglicht außerdem einen sparsamen Ressourceneinsatz und hat einen sehr positiven Effekt auf die Mobilisierung von Geldern. Das europäische Kultur-Netzwerk EUNIC in der Welt EUNIC ist das 2006 gegründete Netzwerk der Nationalen Kulturinstitute in der Europäischen Union (kurz: EUNIC für englisch: European Union National Institutes for Culture). Es hat 29 Mitglieder aus 24 Ländern und verfügt über 80 „Cluster“ in allen Teilen der Welt. Die EUNIC-Mitglieder sind mit über 2000 Außenstellen und Tausenden von lokalen Partnern in über 150 Ländern präsent. Sie sind in den Bereichen Kunst, Sprache, Jugend, Bildung und Erziehung, Wissenschaft, interkultureller Dialog und Entwicklung aktiv, beschäftigen über 25.000 Personen und erzielen einen kumulierten Umsatz von mehr als 2,5 Milliarden Euro. Das EUNIC-Netzwerk basiert auf offener Kooperation; es setzt überwiegend auf einen Bottom-up-Ansatz nach dem Vorbild der NGOs und stützt sich auf eine kleine, unabhängige und flexible Verwaltung. EUNIC setzt sich anhand der Zusammenarbeit zwischen den europäischen Kulturinstituten für die europäischen Werte ein und trägt zur kulturellen Vielfalt in der Europäischen Union und darüber hinaus bei. Ziel von EUNIC ist es, die Rolle der Kultur in Europa weiterzuentwickeln und Dialog, Austausch und dauerhafte Kooperation auf dem Gebiet der Kultur weltweit voranzutreiben. Die Expertise und das weltumspannende Netzwerk von EUNIC machen die Organisation zu einem unerlässlichen Partner bei internationalen kulturellen Fragen. Als regelrechter Kompetenz-Pool und Ideenlabor für die europäischen Institutionen bietet EUNIC eine Ergänzung zu den Initiativen und Aktivitäten der EU auf dem Gebiet der Kultur. Die EUNIC-Projekte tragen dazu bei, die Kultur mit wesentlichen Sektoren wie Entwicklung, Ökologie oder Konfliktprävention und -lösung zu verbinden. Darüber hinaus fördern sie die Innovation und die Entwicklung einer Kreativwirtschaft. EUNIC ist zugleich ein Partner- und Experten-Netzwerk, ein operatives Netzwerk für die Durchführung von Projekten und ein Interessenträger-Netzwerk.2012-2013 hatte Delphine Borione, Leiterin der für die kulturelle Kooperation und die französische Sprache zuständigen Abteilung im französischen Außenministerium, den rotierenden Vorsitz der Organisation inne. Ihr Nachfolger wurde der Belgier Charles-Etienne Lagasse, Inspecteur Général de Wallonie-Bruxelles International. Zwei wesentliche Prioritäten des französischen Vorsitzes waren die geplante kulturelle Kooperation mit der Maghreb-Region und dem Nahen Osten sowie die Fortsetzung des kulturellen Dialogs mit China. Medienförderung in der Entwicklungspolitik: die Tätigkeit der CFI Die CFI ist die Agentur des französischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung für die Entwicklungszusammenarbeit im Bereich der Medien. Mit ihrer Tätigkeit fördert sie die Entwicklung der Medien in verschiedenen Weltregionen, von Afrika bis Südostasien, um den Modernisierungs- und Demokratisierungsprozess zu stärken, den Frankreich unterstützen möchte.Im Rahmen von vier groß angelegten Programmen – Medien und Pluralismus, Medien und Unternehmen, Medien und Entwicklung, Medien und Humanressourcen – betreibt die CFI insgesamt dreißig Projekte. Die Förderung des französischen Buchwesens Das Buchwesen ist mit fast 4 Milliarden Euro Umsatz im Jahr die wichtigste französische Kulturindustrie. Diese Branche ist außerdem international ausgerichtet: Innerhalb der Kulturgüter stellt sie den zweiten Exportposten Frankreichs dar, und 20.1% des Umsatzes der französischen Verlage entstehen auf ausländischen Märkten. Das Buchwesen als Sektor der französischen Kulturindustrie ist international ausgerichtet: 18,5 % des Umsatzes der französischen Verlage entstehen auf ausländischen Märkten. An der Seite der Fachleute des Buchwesens sowie institutioneller Partner wie dem Bureau international de l’édition française (BIEF) und dem Institut français engagiert sich das Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten zugunsten der Förderung französischer Bücher und des französischen Gedankenguts im Ausland. Die Rolle des Ministeriums Die Politik des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten zielt darauf ab: Die französischen Verlage bei ihren internationalen Aktivitäten zu unterstützen. Das Ziel des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten besteht darin, in enger Zusammenarbeit mit dem Bureau international de l’Édition française die französischen und französischsprachigen Verlage zu stärken und zu fördern, um in einem Umfeld starker kultureller Konkurrenz die Dynamik des französischen Verlagswesens im Exportbereich zu bewahren. Das französische Kulturmodell zu verteidigen. Dieses Modell ist besonders auf dem Gebiet der Bücher und anderem Schriftgut von großer Bedeutung, es ist weltweit bekannt und viele unserer Partner beneiden uns darum. Zudem unterstützen und verteidigen das Ministerium und das Kulturnetzwerk die französischen Positionen zur Wahrung des Urheberrechts, zur kulturellen Vielfalt und zur Wertaufteilung. Die französische kulturelle Expertise vor dem Hintergrund einer wachsenden Nachfrage zu bewerben. Große Kulturinstitutionen Frankreichs wie die Französische Nationalbibliothek (Bibliothèque nationale de France), das Nationalarchiv (Archives de France) oder das Institut National de l’Audiovisuel stellen Bildungsangebote bereit und verfügen über spezifisches Fachwissen. Auf dem Gebiet der Projektplanung im Kulturbereich können unsere großen Literaturfestivals oder Veranstaltungen im Ausland Anregungen geben. Eine Diplomatie der Ideen und des Wissens umzusetzen. Der intellektuelle Austausch ist entscheidend für Einfluss und Attraktivität. Durch die Übersetzung der Werke unserer Autoren und Intellektuellen sowie durch das Zusammentreffen der Vorstellungswelten setzt sich das Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten dafür ein, dass Frankreich in der Entwicklung der Ideen auf internationaler Ebene eine Rolle spielt. Die Förderung des französischen Buchwesens im Exportbereich wurde vom Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten dem Institut français übertragen, seiner Mittlerorganisation für das kulturelle Wirken Frankreichs im Ausland, das die operative Steuerung von Aktionen und Programmen innehat. Diese Aktionen stützen sich auf die Kulturvertretungen und das Kooperationsnetzwerk des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten. Innerhalb dieses Netzwerks gibt es etwa 30 spezialisierte „Bücherbüros“ (bureaux du livre): sie bilden Kompetenzzentren und Einflussstationen für die Gesamtheit der französischen öffentlichen und privaten Akteure des Buchwesens, des Verlagssektors sowie der Literaturwelt und intellektuellen Kreise; sie beraten die lokalen Akteure des Buchsektors (Verleger, Übersetzer, Buchhändler…) und bieten finanzielle Unterstützung für deren Aktivitäten zur Übersetzung und Verbreitung französischer Bücher; sie sorgen für eine starke Präsenz französischer Autoren und Verleger bei meinungsbildenden Veranstaltungen (Branchentreffen, Festivals, Messen etc.). Die Rolle des Institut français Die Aufgaben des Institut français Die Übersetzung französischer Bücher unterstützen. Das Institut français und die Kulturvertretungen entwickeln Fördermöglichkeiten wie das Programme d’aide à la publication (Publikationsunterstützung) oder die Übersetzerschmiede „La Fabrique des traducteurs“, die sowohl Unterstützung bei der Veräußerung der Rechte und bei Übersetzungen als auch zur Ausbildung neuer Übersetzer bieten. Die Autoren fördern. Das Kulturnetzwerk sorgt in Verbindung mit den ausländischen Verlagen und mit Unterstützung des Institut français für die Sichtbarkeit der übersetzten Werke, indem deren Autoren zu öffentlichkeitswirksamen literarischen Veranstaltungen eingeladen werden. Günstige Bedingungen für das Zusammentreffen von Kultur- und Kreativindustrien schaffen. Das Institut français strebt danach, die Kontakte zwischen Buchwesen, Film- und audiovisueller Industrie sowie dem digitalen Mediensektor zu erleichtern. Die Film-Initiative „Shoot the Book!“, die von der Société Civile des Editeurs de Langue Française (SCELF, Verwertungsgesellschaft der Verleger französischer Sprache), dem Institut français und dem Bureau international de l’édition française (BIEF) bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes organisiert wird, bietet die Möglichkeit zum Zusammentreffen von französischen Verlegern und internationalen Produzenten, um die audiovisuelle Adaption der französischen Verlagsproduktion zu fördern. Vertreter Frankreichs innerhalb der Debatten zu Wort kommen lassen, die in den Zivilgesellschaften des Auslands geführt werden, und dies auf der Basis eines engen Zusammenspiels zwischen Geistes- und Sozialwissenschaften, Ideendebatten und Wissenschaftskultur. Die vom Institut français umgesetzten Programme liegen an der Schnittstelle zwischen Gelehrten- und Laienkultur und unterhalten einen ständigen Dialog mit Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Frankreich wie auch im Ausland. Das Institut français hat außerdem die „Nacht der Ideen“ (Nuit des Idées) initiiert und unterstützt deren Ausführung im gesamten Kulturnetzwerk. Junge Menschen begleiten, die Träger von Projekten der Zivilgesellschaft sind. Soziales und kulturelles Unternehmertum sowie die neuen Akteure des bürgerschaftlichen Engagements stehen im Zentrum der „Labs“ des Institut français. Diese verstehen sich als Kreativ- und Ideenlabore, Ausbildungsstätten für junge Talente und Maßnahmen zur Projektbegleitung im Ausland. Sie bieten strategische Unterstützung für diejenigen, die in naher Zukunft eine führende Rolle im wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben ihrer Länder spielen werden. Das Netzwerk der französischen Mediatheken im Ausland unterstützen. Dieses Netzwerk besteht aus über 500 Mediatheken an den Instituts français, den Kulturinstituten Alliance française und binationalen Einrichtungen. Die Mediatheken bieten Möglichkeiten zum Spracherwerb, sie sind Orte der Kultur, der Begegnung und der Diskussion und stellen Dokumentationsmaterial bereit. Sie tragen in vollem Umfang zur Politik Frankreichs für Ausstrahlung und Attraktivität bei. Das Institut français hat das Projekt „Culturethèque“ ins Leben gerufen, ein Portal für digitale Ressourcen, das allen zur Verfügung steht, die in einer der Mediatheken des Netzwerks eingeschrieben sind. Ukrainische Kultursaison – „Reise in die Ukraine“: die Kultur schlägt zurück Vom 1. Dezember 2025 bis zum 31. März 2026 richtet Frankreich die außergewöhnliche Kultursaison „Le Voyage en Ukraine – la culture contre-attaque“ (dt.: Reise in die Ukraine – die Kultur schlägt zurück) aus. Sie wurde gemeinsam vom Institut français und vom Ukrainischen Institut, mit...