Humanitäre Soforthilfe

Die humanitäre Soforthilfe zielt darauf ab, gefährdeten Personen zu helfen und auf die grundlegenden Bedürfnisse der von einer Naturkatastrophe oder einem Konflikt betroffenen Bevölkerungen zu reagieren. Dies betrifft Zugang zu Wasser und Sanitärversorgung, zu Ernährung, Unterkünften und Gesundheitsversorgung.

Veröffentlicht am : 16 December 2025 Aktualisiert am : 02 April 2026

Das Krisen- und Unterstützungszentrum (CDCS) ist das zentrale Instrument des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten für die humanitäre Soforthilfe. Es ist für die Krisenbewältigung im Ausland zuständig, koordiniert insbesondere die Reaktion Frankreichs auf humanitäre Notsituationen und steht in ständigem Kontakt mit den anderen humanitären Akteuren. Das Krisen- und Unterstützungszentrum ist gemeinsam mit den Ansprechpartnern für humanitäre Fragen in den Botschaften vor Ort im Einsatz, um möglichst wirksam auf die verschiedenen Krisen zu reagieren.

Über seinen humanitären Notfallfond leistet das Krisen- und Unterstützungszentrum eine Soforthilfe in Form von Geld- oder Sachleistungen. In diesem Rahmen steht es im regelmäßigen Austausch mit Nichtregierungsorganisationen und unterstützt sie durch die Finanzierung von Projekten.

Das Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten verfügt über weitere finanzielle Instrumente zur Soforthilfe:

  • Die Generalabteilung Globalisierung kümmert sich um Ernährungshilfe, wovon ein Teil der Fördermittel an das Welternährungsprogramm geht und der Rest an Nichtregierungsorganisationen, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz oder nationale Programme.
  • Die Abteilung Vereinte Nationen, internationale Organisationen, Menschenrechte und Frankophonie ist für die freiwilligen Beiträge Frankreichs zu den im Bereich der humanitären Hilfe tätigen Organisationen der Vereinten Nationen und zur Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zuständig.

Das Krisen- und Unterstützungszentrum beteiligt sich aktiv an den Überlegungen bezüglich der französischen Politik im Bereich der humanitären Hilfe, insbesondere was den Dialog mit multilateralen Institutionen, die Finanzierung und Reform der humanitären Aktion, die Katastrophenvorsorge und die Koordinierung zwischen zivilen und militärischen Akteuren betrifft. Es nimmt in Abstimmung mit Verbänden und Partnerverwaltungen an der Erarbeitung der humanitären Strategie Frankreichs teil.

Regelkonformität und Rechenschaftspflicht

Zum Krisen- und Unterstützungszentrum gehört ein Fachbereich für finanzielle Angelegenheiten, der für die Rechenschaftspflicht der französischen humanitären Hilfe und die Maßnahmen zur Risikobeherrschung in Bezug auf die finanzierten Projekte und die unterstützten Partner zuständig ist. Dieser Fachbereich überwacht die Umsetzung der Projekte und führt Audits sowie Bewertungen durch. Er begleitet außerdem die humanitären Partner des Krisen- und Unterstützungszentrums, um sicherzustellen, dass die Grundsätze der humanitären Hilfe geachtet, die humanitären Fördermittel gut verwaltet und Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bekämpft werden.

Zu diesem Zweck und in Anknüpfung an die vom französischen Staatspräsidenten bei der Nationalen Humanitären Konferenz 2020 eingegangenen Verpflichtungen leitete das Krisen- und Unterstützungszentrum eine dreigliedrige Arbeitsgruppe, zu der Vertreterinnen und Vertretern von Banken, Staat und Nichtregierungsorganisationen zusammenkamen. Anlässlich der sechsten Nationalen Humanitären Konferenz am 19. Dezember 2023 wurde ein Leitfaden für Nichtregierungsorganisationen und Banken veröffentlicht, um die Finanzierung von Maßnahmen im Bereich der internationalen Solidarität in Krisengebieten zu erleichtern.