Die humanitäre Strategie Frankreichs (2023–2027)

Innerhalb weniger Jahre haben sich die Krisen vervielfacht, überschneiden sich und sind teilweise chronisch geworden. Einige haben sich in ihrer Art verändert, andere in ihrem Umfang, und zwar in bisher unbekannten Ausmaßen. Der daraus resultierende Anstieg des humanitären Bedarfs verdeutlicht die Auswirkungen dieser Trends auf geschwächte Bevölkerungsgruppen, deren Zahl von Jahr zu Jahr zunimmt.

Veröffentlicht am : 27 March 2026 Aktualisiert am : 02 April 2026

Eine neue französische Strategie für eine Welt in der Krise

Die humanitäre Strategie der Französischen Republik 2023–2027 bietet die Gelegenheit, die Modalitäten der humanitären Hilfe zu überarbeiten, um sie an die neuen Herausforderungen anzupassen.

Der humanitäre Raum, der vom Staatspräsidenten als „gemeinsames Erbe“ bezeichnet wird, ist durch die Gewalt der Konflikte gefährdet, die niemanden verschonen, nicht einmal diejenigen, die vor Ort die Bedürfnisse der Bevölkerung decken.

Die Schwierigkeiten beim humanitären Zugang, die manchmal Teil bewusster Strategien sind, kommen zu der gegen die Zivilbevölkerung gerichteten Gewalt, der unzureichenden Finanzierung sowie zu den verschärften Kontrollen und administrativen Hindernissen bei der Bereitstellung von Hilfe hinzu.

Die humanitäre Strategie der Französischen Republik 2023–2027 bietet die Gelegenheit, die Modalitäten der humanitären Hilfe zu überarbeiten, um sie an die neuen Herausforderungen anzupassen.

Der humanitäre Raum, der vom Staatspräsidenten als „gemeinsames Erbe“ bezeichnet wird, ist durch die Gewalt der Konflikte gefährdet, die niemanden verschonen, nicht einmal diejenigen, die vor Ort die Bedürfnisse der Bevölkerung decken.

Die Schwierigkeiten beim humanitären Zugang, die manchmal Teil bewusster Strategien sind, kommen zu der gegen die Zivilbevölkerung gerichteten Gewalt, der unzureichenden Finanzierung sowie zu den verschärften Kontrollen und administrativen Hindernissen bei der Bereitstellung von Hilfe hinzu.

Bis 2025 werden die humanitären Finanzmittel eine Milliarde Euro pro Jahr erreichen

Diese Aufstockung der Mittel könnte Frankreich zum zweitgrößten Geber in Europa und zum viertgrößten weltweit machen. Dies ist ein ehrgeiziges Ziel, gerade in einer Zeit, in der die Finanzierungslücke im humanitären Bereich im Verhältnis zum Bedarf so groß ist wie nie zuvor.

Die Förderung und Einhaltung des humanitären Völkerrechts bleiben eine Priorität

Die Grundprinzipien der Hilfe – Menschlichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit und Unparteilichkeit – müssen weiterhin verteidigt werden, um ihre Verbreitung, ihr rechtmäßiges Verständnis, ihre Anwendung und ihre Einhaltung durch möglichst viele zu fördern.

Herausforderungen zu Geschlechterfragen, Kinderrechten und Klimawandel werden noch stärker in die humanitäre Hilfe integriert

Die Gleichstellung der Geschlechter sowie die Rechte von Frauen und Mädchen sind weiterhin zentrale Elemente. Dabei besteht das verstärkte Ziel darin, 85 % der französischen humanitären Finanzmittel bis 2027 mit dieser Dimension zu versehen und 20 % davon gezielt dafür einzusetzen. Der Kinderschutz ist eine übergreifende und systematische Priorität der französischen humanitären Hilfe. Die Auswirkungen von Klima- und Umweltkrisen auf den humanitären Bedarf werden besser in die humanitären Maßnahmen Frankreichs integriert und die Katastrophenhilfe verstärkt.

Die Verpflichtungen dieser neuen Strategie sollen dazu beitragen, Frankreichs Stellung als einen der maßgeblichsten humanitären Akteure zu festigen, und zwar zu einer Zeit, in der die Bedürfnisse mehr denn je den Einsatz für neutrale, unabhängige und unparteiische Maßnahmen erfordern.

Die Verpflichtungen der Strategie 2023–2027

Die Grundsätze der humanitären Hilfe verteidigen und die Einhaltung des humanitären Völkerrechts gewährleisten

  • den humanitären Raum bewahren und die Zivilbevölkerung sowie das humanitäre Personal schützen
  • die unerwünschten Folgen der Umsetzung internationaler Sanktionen auf die humanitäre Hilfe begrenzen
  • den Schutz der Akteure der internationalen Solidarität stärken und administrative sowie finanzielle Hindernisse für humanitäre Hilfe bekämpfen
  • das humanitäre Völkerrecht in den operativen Praktiken der Streitkräfte fördern

Die humanitäre Hilfe an die Überlagerung von Krisen anpassen

  • die humanitären Folgen von Klima- und Umweltkrisen verringern
  • die Bemühungen im Bereich Ernährungssicherheit und Ernährung fortsetzen
  • die Maßnahmen im Bereich Gesundheit und Kontinuität der Versorgung der Bevölkerung verstärken
  • die Rechte von Frauen und Mädchen sowie die Gleichstellung der Geschlechter als strategische Prioritäten der humanitären Hilfe verankern
  • Kinder schützen, ihre Rechte fördern und Bildung in Notsituationen ausbauen

Die Mittel aufstocken und die Modalitäten der französischen humanitären Hilfe umgestalten, um den wachsenden Bedürfnissen gerecht zu werden

  • Das humanitäre Ziel Frankreichs bis 2025 auf eine Milliarde Euro pro Jahr anheben
  • flexiblere Finanzierungsinstrumente anbieten und in humanitäre Innovation investieren
  • eine angepasste Risikomanagementpolitik entwickeln und die Sichtbarkeit der französischen Hilfe stärken

Eine agile und wirksame humanitäre Hilfe durch vielfältige und erneuerte Partnerschaften bereitstellen

  • eine gemeinsame humanitäre Politik auf europäischer Ebene verfolgen
  • die Koordinierung mit anderen Gebern humanitärer Hilfe verbessern
  • neue Formen der Partnerschaft mit den Gebietskörperschaften und dem Privatsektor entwickeln
  • die ministerienübergreifende Zusammenarbeit ausbauen
  • die Partnerschaften mit lokalen humanitären Akteuren stärken