Der Deutsch-Französische Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit

Der Deutsch-Französische Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit wurde 2016 von den Außenministern Frank-Walter Steinmeier und Jean-Marc Ayrault ins Leben gerufen. Er ist ein Symbol für die gemeinsamen Werte Deutschlands und Frankreichs und ein gutes Beispiel für ihren Einsatz für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte.

Veröffentlicht am : 24 Februar 2026 Aktualisiert am : 23 April 2026

Die Menschenrechte als Grundsatz der französischen und deutschen Außenpolitik

Sowohl die deutsche als auch die französische Außenpolitik beruhen auf dem Schutz und der Förderung der Menschenrechte. Mit der Schaffung dieses Preises bekräftigten unsere beiden Länder ihren gemeinsamen Einsatz für den Schutz und die Förderung dieser Rechte, die die Bedingung für Frieden, Stabilität und Gerechtigkeit in der Welt darstellen.

Handeln, wo immer es notwendig ist

Der Kampf für die Menschenrechte ist von entscheidender Bedeutung, insbesondere in Zeiten, in denen zahlreiche Regierungen die Grundfreiheiten einschränken. Immer öfter wird die Allgemeingültigkeit der Menschenrechte in Frage gestellt, und zwar durch jene, die diese als „Werte“ darstellen, die der Westen dem Rest der Welt aufzwingen will. Vor diesem Hintergrund erinnern Deutschland und Frankreich mit diesem Preis daran, dass die Menschenrechte keine besonderen Werte, sondern Prinzipien sind, die durch internationale Vertragstexte gewährleistet werden, und unterstreichen, dass es die Aufgabe aller Staaten ist, die freiwillig eingegangenen Verpflichtungen einzuhalten.

Die Verfechter der Menschenrechte würdigen

Die Arbeit der Menschenrechtsverfechter ist unerlässlich für die Bewusstseinsbildung der Öffentlichkeit, die Mobilisierung der Zivilgesellschaft und den Beistand für Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Darüber hinaus ist sie erforderlich, um sicherzustellen, dass die Regierungen ihre eingegangenen Verpflichtungen wirksam umsetzen. Der Deutsch-Französische Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit wurde geschaffen, um diejenigen zu würdigen, die sich mit Körper und Seele für die Verteidigung der Menschenrechte einsetzen, und deren Aktionen anerkannt und unterstützt werden müssen.

Bestimmt werden die Preisträgerinnen und Preisträger werden jedes Jahr in einem Auswahlverfahren unter Beteiligung des Quai d’Orsay und des Auswärtigen Amts auf der Grundlage von gemeinsamen Vorschlägen der deutschen und französischen Botschaften in der Welt.

Die gesamte Liste der Deutsch-Französischen Preise finden Sie auf dem deutsch-französischen Portal.

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Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte haben Deutschland und Frankreich gemeinsam 14 Persönlichkeiten mit dem Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit ausgezeichnet.

Unter den Preisträgerinnen und Preisträgern befinden sich Leiterinnen und Leiter von NGOs, Anwältinnen und Anwälte, Journalistinnen und Journalisten sowie Menschenrechtsaktivisten. Sie verteidigen die Rechte all jener, deren Stimmen stärker gehört werden müssen. Ihre Kämpfe führen sie oft unter schwierigen Bedingungen und riskieren dabei mitunter ihre eigene Freiheit. Ihre Themen sind die Verteidigung von Menschenrechten in Konflikten, die Autonomie von Frauen oder auch die Rechte von LGBT+-Personen.

Preisträgerinnen und Preisträger des Deutsch-Französischen Preises für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit 2024:

Ratu Eroni Ledua Dina (Fidschi) 
Anjali Gopalan (Indien) 
Maoz Inon (Israel) 
Mao Map (Kambodscha)
Marthadela Tamayo (Kuba) 
Issa Amro (Palästina) 
Marijana Savic (Serbien)
Melanie Judge (Südafrika)
Samia Hashimi (Sudan) 
Wahid Ferchichi (Tunesien) 
Feray Salman (Türkei) 
Kateryna Pryimak (Ukraine)  
Yendri Velasquez (Venezuela)

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte würdigen Deutschland und Frankreich alle jene Frauen und Männer, die mit gutem Beispiel vorangehen und sich weltweit für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte einsetzen. Mit dem Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, der seit 2016 jedes Jahr verliehen wird, zeichnen Deutschland und Frankreich das zivilgesellschaftliche Engagement für die Menschenwürde und die unveräußerlichen Menschenrechte aus.

Im Jahr 2023 fiel der Internationale Tag der Menschenrechte mit dem 75. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte zusammen. Bei dieser Gelegenheit überreichten der französische Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten und sein deutscher Amtskollege 12 Persönlichkeiten den Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit.

Die zwölf Preisträgerinnen und Preisträger sind Leiterinnen und Leiter von NGOs und setzen sich für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte ein. Sie verteidigen all jene, deren Stimmen stärker gehört werden müssen: Frauen, Geflüchtete, LGBT+-Personen und Gefangene. Sie kämpfen für Gerechtigkeit, die Teilhabe am öffentlichen und politischen Leben sowie die Informations- und Medienfreiheit. Sie führen diesen Kampf unter schwierigen Bedingungen und riskieren dabei oft ihre Freiheit und in manchen Fällen sogar ihr Leben.

Preisträgerinnen und Preisträger des Deutsch-Französischen Preises für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit 2023:

  • Valéry Wichman, Cookinseln
  • Anny Modi, Demokratische Republik Kongo
  • Takyiwaa Manuh, Ghana
  • Hang-Tung Chow, Hongkong (China)
  • Choman Hardi, Irak
  • Gisèle Khoury, posthum, Libanon
  • Oluwaseum Osowobi, Nigeria
  • Hanna Machinska, Polen
  • Fadel Abdulghany, Syrien
  • Marianela Balbi Ochoa, Venezuela
  • Danièle Darlan, Zentralafrikanische Republik

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte würdigen Deutschland und Frankreich alle jene Frauen und Männer, die mit gutem Beispiel vorangehen und sich weltweit für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte einsetzen. Mit dem Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit zeichnen Deutschland und Frankreich das zivilgesellschaftliche Engagement für die Menschenwürde und die unveräußerlichen Menschenrechte aus. Der Schutz, die Gewährleistung und die Stärkung der Menschenrechte sind unverzichtbare Voraussetzungen für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte zeichneten der französische und der deutsche Außenminister am 10. Dezember 2022 Mahsa Amini und die iranischen Frauen, die für Freiheit in Iran kämpfen, mit dem Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit aus.

Die Vorsitzende der ivorischen Frauenrechtsliga Meganne Boho wurde ebenfalls für ihren Einsatz für die Frauenrechte mit dem Preis geehrt. Der französische Minister überreichte ihr den Preis persönlich im Rahmen seiner Reise nach Côte d‘Ivoire.

Dreizehn weitere Persönlichkeiten aller Kontinente wurden 2022 für ihren Kampf für Rechtsstaatlichkeit, Pressefreiheit, Umweltrechte, LGBT+-Rechte, Kinderrechte und Gerechtigkeit ausgezeichnet.

https://x.com/francediplo/status/1601494426211098625?ref_src=twsrc%5Etf…

Zusätzliche Informationen :

Das deutsch-französische Internetportal

france-allemagne.fr

Referenzdokumente

Élysée-Vertrag (22.01.1963)