Drapeau du Luxembourg

Luxemburg

Politik und Wirtschaft

Date de mise à jour le : 24 March 2026 Information toujours valable à la date du jour

Politische Beziehungen

Obwohl das Großherzogtum seine Geschichte und Sprache weitgehend mit dem deutschsprachigen Raum teilt, steht es Frankreich sehr nahe. Ein regelmäßiger Austausch findet sowohl auf Ministerebene als auch zwischen den Staats- und Regierungschefs statt.

Die bilateralen Gespräche zwischen Frankreich und Luxemburg sind eng und von hoher Qualität. Unsere grenzüberschreitende Zusammenarbeit nimmt einen wichtigen Stellenwert ein und stützt sich im Hinblick auf ihre Ausweitung auf die 2010 ins Leben gerufene französisch-luxemburgische Regierungskommission (RK). Sie führt jährlich sämtliche Akteure der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zusammen (darunter insbesondere Minister, Präfekt, lokale gewählte Vertreter).

Anlässlich der Regierungskonferenz beim Staatsbesuch des Großherzogs und der Großherzogin von Luxemburg in Frankreich im März 2018 wurden neue Abkommen unterzeichnet, deren Umsetzung in diesem Rahmen überprüft wird.
Nach der Erneuerung der RK auf weitere 10 Jahre im Jahr 2020 fanden im Oktober 2021 in Esch-sur-Alzette und am 17. April 2023 in Thionville Regierungskonferenzen statt, die weitere Fortschritte in den Bereichen Mobilität, Homeoffice, Gesundheitswesen, Bildung und Kultur ermöglichten.

Wirtschaftsbeziehungen

Frankreich und Luxemburg unterhalten enge Wirtschaftsbeziehungen mit hohen gegenseitigen Direktinvestitionsströmen. Die Präsenz französischer Unternehmen in Luxemburg ist sehr stark, besonders im Finanzsektor und auf dem Arbeitsmarkt.

Dennoch hat die Coronapandemie den Warenhandel zwischen beiden Ländern beeinträchtigt (-17 % im Jahr 2020), bevor dieser 2021 (+31 %) und 2022 (+13 %, insgesamt 5 Mrd. €) signifikant anstieg, vor dem Hintergrund eines starken Inflationsdrucks. Der französische Handelsbilanzüberschuss sank zwischen 2019 und 2020 um die Hälfte auf 416 Mio. € (gegenüber 910 Mio. € 2019), bevor er 2021 wieder den Wert vor der Coronakrise erreichte und 2022 überstieg (1,1 Mrd. €).

Frankreich ist nach wie vor der drittwichtigste Lieferant und der zweitgrößte Abnehmer Luxemburgs. Was die Dienstleistungen angeht, deren Umfang sich seit 2012 mehr als verdoppelt hat (2021: 16,3 Mrd. €) und gegenüber dem Umfang des Warenhandels das Vierfache beträgt, so verzeichnete Frankreich 2021 einen Rekordüberschuss von 2,4 Mrd. €.

Der Bestand der luxemburgischen Direktinvestitionen in Frankreich, der seit 2000 einen stetigen Anstieg verzeichnet, erreichte 2021 eine Rekordhöhe von 163 Mrd. €; das Großherzogtum ist weiterhin der führende Investor in Frankreich bei unmittelbaren ausländischen Direktinvestitionen (ADI), allerdings auf Platz 8 bei mittelbaren ausländischen Direktinvestitionsbeziehungen (35 Mrd. €). Frankreich weist ebenfalls eine hohe Präsenz in Luxemburg auf (2021: 51 Mrd. € beim Bestand an ADI), besonders bei Finanzdienstleistungen (rund 15 Niederlassungen französischer Banken). Neben den Finanzdienstleistungen sind die französischen Tochtergesellschaften in Luxemburg in erster Linie im Handel (17 % der Tochtergesellschaften: Galeries Lafayette, Fnac, Auchan) sowie in den Informations- und Kommunikationstechnologien (8,5 % der Tochtergesellschaften) tätig.

Der überwiegend branchenübergreifende Güterhandel zwischen Frankreich und Luxemburg betrifft hauptsächlich Industriegüter. Den größten Anteil am französisch-luxemburgischen Handel weisen grundlegende Eisen- und Stahlerzeugnisse und Ferrolegierungen, nichttoxische Industrieabfälle sowie Luft- und Raumfahrzeuge auf.

Außerdem stellen französische Grenzgänger (122.000) ein Viertel der Arbeitnehmer in Luxemburg (25,1 %) und mehr als die Hälfte (54 % Ende 2022) der insgesamt 221.600 Grenzgänger. Damit trägt Luxemburg trotz des geringen Handelsvolumens positiv zur französischen Handelsbilanz bei. Zwei französische Unternehmen rangieren unter den zwanzig führenden privaten Arbeitgebern des Landes: BGL BNP Paribas und Sodexo.

Liste des représentations françaises