Internationaler Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie

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Veröffentlicht am : 15 May 2026

Wieso wird jedes Jahr am 17. Mai der Internationale Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie begangen? Weil am 17. Mai 1990 Homosexualität von der Liste der psychischen Erkrankungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestrichen wurde.

Dieser Tag bietet Gelegenheit, daran zu erinnern, wie wichtig es ist, weltweit gegen die andauernde Verfolgung, Diskriminierung und Gewalt gegen LGBT+-Personen vorzugehen.

Von den 1960ern bis Mitte der 2010er Jahre wurden stetig Fortschritte gemacht: In diesem Zeitraum entkriminalisierten rund 100 Länder Homosexualität. Ein Drittel der Staaten beschloss Gesetze zum Schutz gegen Homo-, Bi- und Transphobie, und ein Viertel erkannte die Möglichkeit auf gleichgeschlechtliche Beziehungen rechtlich an.

Jedoch erleben wir seit ungefähr zehn Jahren eine Kehrtwende: In den meisten Regionen der Welt findet ein konservativer Ruck statt. Unterdrückung verbreitet sich zunehmend und Rechte werden beschnitten.

Frankreich, einer der Vorreiter beim Schutz der Rechte von LGBT+ Personen

Vor diesem Hintergrund bekräftigt Frankreich seinen Aufruf zur weltweiten Entkriminalisierung von Homosexualität und zur vollumfänglichen Achtung der Grundrechte aller LGBT+-Personen. Die Menschenrechte, insbesondere das Recht auf Privatleben und das Recht auf Nichtdiskriminierung, sind universell und müssen allen Menschen in allen Ländern zukommen.

Als Vorreiter bei der Verteidigung der Rechte der LGBT+-Personen hat Frankreich im Jahr 2022 einen Botschafter ernannt, der Frankreichs Haltung dazu vor anderen Staaten, der Europäischen Union, den internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft weiterträgt. 2023 errichtete Frankreich zudem einen dezidierten Fonds zur Hilfe von gefährdeten LGBT+-Personen und zur Unterstützung jener, die sich für LGBT+-Rechte einsetzen.

 In einem internationalen Kontext, in dem die Rechte von LGBT+-Personen allzu oft angefochten werden, sind eben diese Rechte mehr als je zuvor eine Priorität der außenpolitischen Maßnahmen Frankreichs in Bezug auf Menschenrechte. Sowohl in multilateralen Gremien als auch seinen bilateralen Beziehungen verteidigt Frankreich diese Rechte im Namen der Universalität der Menschenrechte.

 

Foto: Judith Litvine/MEAE