Frankreichs humanitäre Maßnahmen in Palästina Frankreich setzt sich intensiv dafür ein, die Grundbedürfnisse der palästinensischen Bevölkerung zu decken. Israel / Palästina Humanitäre Maßnahmen Veröffentlicht am : 18 September 2026 Dans cette rubrique Prioritäten und Maßnahmen Das Ministerium in Aktion Einsatz für Frieden und Achtung der Menschenrechte Förderung eines souveränen Europas Förderung von französischen Unternehmen und Frankreichs Attraktivität Sicherstellung der französischen Kulturpräsenz Beitrag zu einer nachhaltigen und ausgewogenen Globalisierung Hauptthemen Der internationale Weltraumgipfel Französische G7-Präsidentschaft 2026 Ukraine : Frankreichs diplomatische Maßnahmen Frankreich als Friedenspartner im Nahen Osten Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich Seit 2023 hat das Krisen- und Unterstützungszentrum des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten in Abstimmung mit der Europäischen Union und seinen Partnern über 1700 Tonnen Hilfsgüter für die palästinensischen Bevölkerungen im Gazastreifen und Westjordanland bereitgestellt, darunter Nahrungsmittel zur Bekämpfung von Mangelernährung, Unterkünfte für Vertriebene, Medikamente und Ausrüstungen für einen Zugang zu Trinkwasser. Sommaire Unermesslicher humanitärer Bedarf in Gaza Eine internationale humanitäre Konferenz zur Finanzierung der humanitären Hilfe in Gaza Frankreich als Partner humanitärer Nichtregierungsorganisationen Frankreich unterstützt die Arbeit der Vereinten Nationen und internationaler Organisationen. Eine direkte Hilfe für die Menschen in Gaza Unermesslicher humanitärer Bedarf in Gaza Die gesamte Bevölkerung des Gazastreifens, d. h. 2,1 Millionen Menschen, benötigt humanitäre Hilfe. Nach Angaben der Weltbank lebt mittlerweile fast die gesamte Bevölkerung Gazas unterhalb der Armutsgrenze, während es vor dem 7. Oktober 2023 noch 64 Prozent waren. Mise en avant : Im Jahr 2026 wurden knapp 400 Tonnen therapeutische Nahrungsmittel über den Seeweg in den Gazastreifen gebracht, um den 42 000 mangelernährten Kindern zur Hilfe zu kommen. Seit dem 7. Oktober 2023 wurden dem Gesundheitsministerium in Gaza zufolge knapp 75 000 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet, darunter 18 000 Kinder, 170 000 wurden verletzt und 10 000 sind aufgrund israelischer Militäroperationen im Gazastreifen vermisst (Angaben von den Vereinten Nationen übernommen). Nach Einschätzungen des Koordinationsbüros der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) wurden 160 000 Wohnungen zerstört und 1,9 Millionen Menschen aus Gaza wurden innerhalb des Gazastreifens vertrieben. Einige von ihnen waren gezwungen, mehrmals umzusiedeln. Frankreich fordert Israel auf, unverzüglich die Hindernisse für die Lieferung humanitärer Hilfe zu beseitigen und alle Grenzübergänge gemäß dem Friedensplan für den Gazastreifen wieder zu öffnen. Internationale Nichtregierungsorganisationen müssen vor Ort uneingeschränkt arbeiten können. Frankreich unterstützt einen sofortigen und dauerhaften Waffenstillstand, der den massiven, freien und ungehinderten Zustrom humanitärer Hilfe ermöglichen muss. Eine internationale humanitäre Konferenz zur Finanzierung der humanitären Hilfe in Gaza Am 9. November 2023 brachte der französische Staatspräsident Emmanuel Macron Staaten und die wichtigsten humanitären Akteure, darunter die Vereinten Nationen und Nichtregierungsorganisationen, zu einer ersten internationalen humanitären Konferenz zur Unterstützung der Zivilbevölkerung in Gaza zusammen. Ziel dieser Konferenz war es, eine Antwort der internationalen Gemeinschaft auf die Bedürfnisse der palästinensischen Bevölkerung vor Ort zu geben und die internationale Unterstützung zu bündeln. Frankreich als Partner humanitärer Nichtregierungsorganisationen Bereits vor dem 7. Oktober 2023 finanzierte Frankreich Aktionen mehrerer lokaler und internationaler Nichtregierungsorganisationen in den palästinensischen Gebieten. Seit diesem Datum hat Frankreich sein Portfolio de unterstützten Projekten im Gazastreifen erheblich ausgebaut und diversifiziert, um den Zugang der palästinensischen Bevölkerung zu Gesundheitsdiensten, Unterkünften und sauberem Wasser sowie ihre hygienischen Lebensbedingungen und ihre Ernährungs- und Nahrungsmittelsicherheit zu verbessern. Auch im Westjordanland, wo sich die wirtschaftliche und sicherheitspolitische Lage ebenfalls verschlechtert hat, hat Frankreich angesichts der de facto stattfindenden Annexion und der eskalierenden Gewalt durch extremistische Siedler Maßnahmen ergriffen. Frankreich leistet weiterhin humanitäre Hilfe für palästinensische Familien in allen wesentlichen Bereichen: Gesundheit, Wasser, Hygiene und Abwasserentsorgung, Ernährungssicherheit und Ernährung, Bildung und Unterkunft. Frankreich stellt einen Teil seines humanitären Haushalts auch für Schutzprogramme zur Verfügung. Diese Programme dienen beispielsweise dazu, Menschenrechtsverletzungen und geschlechtsspezifische Gewalt zu dokumentieren, Zivilisten, die Opfer solcher Gewalt geworden sind, zu schützen und ihnen einen sicheren und ungehinderten Zugang zu den benötigten Hilfsangeboten und Dienstleistungen zu ermöglichen. Frankreich unterstützt die Arbeit der Vereinten Nationen und internationaler Organisationen. Frankreich unterstützt die Arbeit der humanitären Agenturen der Vereinten Nationen in Gaza, die weiterhin das Rückgrat der humanitären Maßnahmen in der Enklave bilden. Zudem unterstützt Frankreich das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinaflüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA), den zentralen Akteur für die Unterstützung der Palästinenserinnen und Palästinenser in Gaza, im Westjordanland und in der Region, das Welternährungsprogramm (WFP) bei seinem Einsatz gegen Ernährungsunsicherheit und Mangelernährung in Gaza, UNICEF bei seinen Maßnahmen zugunsten von Kindern und bei der Wasser- und Sanitärversorgung sowie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bei seinem Vorgehen im Bereich Schutz und Gesundheit. Diese Hilfe ermöglichte es den Vereinten Nationen, auf die Notlage zu reagieren. Frankreich leistet einen Beitrag zum UN Horizon Trust Fund, um den dringenden Bedürfnissen der Zivilbevölkerung gerecht zu werden. Dieser Fonds unterstützt die Maßnahmen der Institutionen der Vereinten Nationen zur Einleitung einer frühen Wiederaufbauphase im Gazastreifen. Eine direkte Hilfe für die Menschen in Gaza Seit Beginn des Krieges in Gaza hat Frankreich auf dem See-, Land- und Luftweg über Ägypten und Jordanien fast 1700 Tonnen humanitäre Hilfe, darunter Medikamente und medizinische Ausrüstung, Lebensmittelrationen und Nahrungsergänzungsmittel, für die Bevölkerung in Gaza bereitgestellt. Diese umfangreichen logistische Operationen wurden in Zusammenarbeit mit dem französischen Ministerium für Streitkräfte, der Europäischen Union, der Stiftung CMA-CGM, der Airbus-Stiftung und mehreren regionalen Partnern durchgeführt. Zusätzlich zu den oben genannten Lieferungen leistete Frankreich in Zusammenarbeit mit den ägyptischen und jordanischen Behörden direkte medizinische Hilfe für die Menschen in Gaza. Der Einsatz des amphibischen Hubschrauberträgers „Dixmude“ zwischen dem 28. November 2023 und dem 27. Januar 2024 vor der Küste von Al Arish (Ägypten) ermöglichte die Durchführung von über 1000 Sprechstunden und 120 chirurgischen Eingriffen. Etwa dreißig Mitarbeitende des Gesundheitswesens, darunter Notärzte, Kinderärzte, Gynäkologen und Pflegekräfte, wurden gemeinsam mit den Teams des Sanitätsdienstes der Streitkräfte in Zusammenarbeit mit den ägyptischen Behörden und dem ägyptischen Roten Halbmond eingesetzt. Die Mission wurde er von der Europäischen Union, dem Vereinigten Königreich, Belgien, Dänemark, Jordanien, Kanada, Kuwait, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt. Je nach Bedarf, Verfügbarkeit von Krankenhäusern in Frankreich, Ausreisemöglichkeiten aus Gaza und den Wünschen der Familien wurden verletzte oder kranke Kinder aus Gaza in französischen Krankenhäusern aufgenommen und versorgt. Darüber hinaus trug Frankreich zur Ausstattung mehrerer Partnerhilfsorganisationen (z. B. Ägyptischer Roter Halbmond, Jordanian Hachemite Charity Organization) bei, die bei der Versorgung von Kranken und Verletzten in den palästinensischen Gebieten eine wesentliche Rolle spielen und die lokalen Gesundheitsdienste ergänzen.