Frankreich und das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung

Im Jahr 2023 rief das Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten den Anna-Politkowskaja- und Arman-Soldin-Preis für journalistischen Mut ins Leben. Bei der zweiten Preisverleihung 2024 wurden der israelische Journalisten Yuval Abraham und der palästinensische Journalist Basel Adra für ihr Gesamtwerk ausgezeichnet.

Veröffentlicht am : 24 March 2026

Preisverleihung 2024: Auszeichnung für Friedensinitiativen

Bei der zweiten Verleihung des Anna-Politkowskaja- und Arman-Soldin-Preises im Jahr 2024 wurden der israelische Journalist Yuval Abraham und der palästinensische Journalist Basel Adra für ihre umfassende Berichterstattung über die israelische Besatzung und den Siedlungsbau im Westjordanland und in den palästinensischen Gebieten gewürdigt.

Die beiden Journalisten gehören dem israelisch-palästinensischen Kollektiv an, das den Dokumentarfilm „No Other Land“ realisierte, der auch auf der Berlinale 2024 ausgezeichnet wurde. Der Film begleitet Basel Adra, der seit fünf Jahren die Vertreibung von Palästinenserinnen und Palästinensern im Westjordanland dokumentiert, und seine Begegnung mit dem israelischen Journalisten Yuval Abraham. Er erzählt zugleich die Geschichte der Freundschaft zwischen den beiden Journalisten, die über die Jahre aus ihrer Zusammenarbeit entstanden ist.

Die unabhängige Jury, der die Journalistinnen und Journalisten Wilson Fache, Sylvie Kauffman, Pierre Haski, Manon Loizeau und Marcela Turati angehören, entschied, die beiden für ihre Arbeit auszuzeichnen, mit der sie die Gewalt der Siedler sowie die politischen und rechtlichen Ungleichheiten zwischen Palästinensern und Israelis sichtbar machen.

Warum ein Preis für journalistischen Mut?

Angesichts der zunehmenden Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit und der Verbreitung von Falschnachrichten und Informationsmanipulationen würdigt Frankreich all jene, die tagtäglich ihr Leben riskieren, um freie, pluralistische und zuverlässige Informationen zu übermitteln, die für die Ausübung der Demokratie notwendig sind, sowie jene, die bei der Ausübung ihres Berufs ihr Leben verloren haben.

Frankreich bekräftig mit diesem Preis seinen kontinuierlichen Einsatz für die Verteidigung der Pressefreiheit und die ungehinderte Ausübung von Journalismus weltweit.

Preisverleihung 2023

Der Anna-Politkowskaja- und Arman-Soldin-Preis für journalistischen Mut wurde erstmals 2023 verliehen. Ausgezeichnet wurde bei dieser Gelegenheit die mexikanische Journalistin Marcela Turati. Trotz erheblicher Risiken setzt sie sich dafür ein, die Gewalt des Drogenhandels sowie die sozialen Folgen des Krieges gegen die Kartelle sichtbar zu machen – ein Einsatz, den viele mexikanische Journalistinnen und Journalisten bereits mit ihrem Leben bezahlen mussten.

Eine besondere Erwähnung der Jury erhielt zudem der französisch-afghanische Journalist Mortaza Behboudi, der aufgrund seiner journalistischen Tätigkeit von den Taliban festgehalten wurde und nach 284 Tagen freikam.