Die deutsch-französische Zusammenarbeit verbessert konkret den Alltag der Grenzgängerinnen und Grenzgänger

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Kommuniqué

Am : 24 July 2026

Anlässlich der Tagung des Deutsch-Französischen Ministerrats am 17. Juli 2026 auf Schloss Augustusburg in Brühl begrüßten Benjamin Haddad, beigeordneter Minister für Europa, und sein deutscher Amtskollege Gunther Krichbaum die Fortschritte, die seit der Verabschiedung des Aktionsplans zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Toulon erzielt wurden.

Ganz im Geiste des Vertrags von Aachen erinnerten die beiden Minister an die Fortschritte, die bereits gemeinsam mit den Gebietskörperschaften und den lokalen Akteuren erreicht werden konnten.

Konkrete Fortschritte in Bildung, Gesundheit und Mobilität

Die beiden Minister begrüßten die Entwicklungen im Bereich der grenzüberschreitenden Berufsausbildung. Der Erfolg des Abkommens von Lauterbourg bestätigt das Interesse der jungen Menschen an dieser Art Berufsbildungsangeboten. „Unser gemeinsames Ziel ist es, dass so viele Auszubildende und Studierende wie möglich von diesen Angeboten profitieren können. Dazu wollen wir insbesondere bereits ab 2027 die grenzüberschreitenden Praxisphasen weiterentwickeln“, betonte Benjamin Haddad.

Die beiden Minister würdigten die Fortschritte im Bereich der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung: „Die Unterzeichnung des Zusatzprotokolls zur MOSAR-Vereinbarung, in dem es um die Versorgung von Schlaganfällen geht, ist diesbezüglich ein wichtiger Schritt. Zudem freuen wir uns über den Start der Arbeitsgruppe Gesundheitskorridor im Ausschuss für grenzüberschreitende Zusammenarbeit.“ Sie baten darum, konkrete Vorschläge zu erarbeiten, um diese Dynamik fortzusetzen.

Im Bereich Mobilität erleichtern die neuen Buchungsmöglichkeiten für Zugtickets bei SNCF und DB sowie die Umsetzung von grenzüberschreitenden Regionalbahnprojekten bereits den Nutzerinnen und Nutzern das Reisen. Benjamin Haddad rief außerdem in Erinnerung, dass „die Revision der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 einen wichtigen Fortschritt hinsichtlich der Erleichterung von Dienstreisen und kurzen Arbeitseinsätze auf der anderen Seite der Grenze darstellen wird.“

Einbeziehung der Regionen und lokalen Akteure

Darüber hinaus begrüßten die beiden Minister die Kooperationen im Bereich der Energiewende, insbesondere im Rahmen des Interreg-Projekts GeoTresOR, sowie die Arbeiten zu digitalen Zwillingen, die eine bessere Bewältigung von Umweltproblemen und Naturgefahren auf grenzüberschreitender Ebene ermöglichen werden.

Abschließend bekräftigten die Minister ihre Bereitschaft, die besondere Ausgangslage in den Grenzregionen in den politischen Maßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene besser zu berücksichtigen, insbesondere durch den Ausbau des Grenzraumchecks und die Umsetzung der „BRIDGEforEU“-Verordnung. Sie vereinbarten außerdem, ihre Positionen zu den zukünftigen europäischen Texten bezüglich Verkehr und der Mobilität von Grenzgängerinnen und Grenzgängern eng abzustimmen.

Zusammenfassend betonten Benjamin Haddad und Gunther Krichbaum, dass die deutsch-französische Zusammenarbeit konkrete Ergebnisse hervorbringt, wenn sie sich auf die Regionen und die lokalen Akteure stützt. Sie bekräftigten ihre Entschlossenheit, diese Dynamik fortzusetzen, um den Alltag der Bürgerinnen und Bürger zu erleichtern und die deutsch-französische Freundschaft sowie die europäische Integration weiter voranbringen.

„Wir sind bestrebt, die deutsch-französische Zusammenarbeit zu einem Hebel für konkrete Lösungen für Bürgerinnen und Bürger, Arbeitskräfte, Studierende und Unternehmen zu machen und die alltäglichen Hürden an der Grenze weiter abzubauen.“