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Bulgarien

Politik und Wirtschaft

Date de mise à jour le : 23 March 2026 Information toujours valable à la date du jour

Politische Beziehungen

Frankreich genießt in Bulgarien traditionell große Sympathien. Die bilateralen Beziehungen, die zur Zeit des Kommunismus abgeflaut waren, erleben seit 1989 einen neuen Aufschwung, symbolisiert durch den Staatsbesuch von Staatspräsident François Mitterrand und sein Frühstück mit mehreren intellektuellen Dissidenten (darunter der spätere Präsident Jelev) – ein Ereignis, das im kollektiven Gedächtnis der Bulgaren bis heute erhalten geblieben ist. Der bilaterale politische Dialog vertiefte sich in den 2000er Jahren im Zuge der französischen Unterstützung der zweifachen Kandidatur Sofias bei der EU und der NATO und führte im Juli 2008 zur Unterzeichnung eines strategischen Partnerschaftsabkommens. Anlässlich der französischen EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2022 fand ein reger Austausch statt.

Wirtschaftsbeziehungen

Im Zusammenhang mit der Gesundheits- und Wirtschaftskrise verzeichnete der Warenhandel zwischen Frankreich und Bulgarien einen Rückgang um 9,6 % gegenüber 2019 und beläuft sich auf 1,9 Mrd. Euro. Frankreich ist der achte Handelspartner Bulgariens, wobei ein Großteil der Handelsbeziehungen unternehmensintern abgewickelt wird.

2021 war Frankreich lediglich der 11. Lieferant Bulgariens mit einem Marktanteil von 2,9 %. Die französischen Exporte in Höhe von 830,7 Mio. Euro umfassen Transportmittel, chemische Erzeugnisse, industrielle Anlagen, Lebensmittel und Arzneimittel (darunter Antibiotika). Allerdings ist Frankreich nach wie vor das 6. Abnehmerland Bulgariens mit Importen in Höhe von 1 Mrd. Euro. An erster Stelle der französischen Importe steht nach wie vor der Sektor Textilien, Bekleidung, Leder und Schuhe. Als einer der wichtigsten Abnehmer bietet Frankreich umfangreiche Möglichkeiten für Bulgariens Exporteure im landwirtschaftlichen Bereich (Gewürzpflanzen, Enten und Gänse).

Die wirtschaftliche Präsenz Frankreichs stützt sich auf rund 150 Unternehmen, die etwa 10.000 Arbeitsplätze vor Ort schaffen. Frankreich ist der 13. Bestandsinvestor Bulgariens. Die ausländischen Direktinvestitionen (ADI) Frankreichs werden nach und nach auf Wirtschaftsbereiche verlagert, die zur Wertschöpfung beitragen.
Der bulgarische Aufbau- und Resilienzplan ist für französische Unternehmen von Interesse, insbesondere in den Bereichen Energie, Umwelt und nachhaltige Landwirtschaft.

Weitere Informationen: https://www.tresor.economie.gouv.fr/Pays/BG/les-relations-bilaterales-f…

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