5 Vorurteile über das Übereinkommen von Paris

1 - Das Übereinkommen von Paris schadet der Wirtschaft: FALSCH

Der Übergang zu einer ökologischeren Wirtschaft schafft neue, lokale und nachhaltige Arbeitsplätze und verleiht sämtlichen Wirtschaftszweigen Dynamik. Der OECD zufolge könnten die klimafreundlichen Maßnahmen das BIP der G20-Länder bis 2050 um 2.8% steigern. Die Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der erneuerbaren Energien ist 2016 von 8,3 auf 9,98 Millionen gestiegen.

2 - Im Übereinkommen von Paris geben sich nur die reichen Länder Mühe: FALSCH

Das Übereinkommen von Paris ist ausgewogen und flexibel. Es ist so aufgebaut, dass sich alle Länder auf gerechte Weise daran beteiligen können. Große Schwellenländer wie China und Indien sind ehrgeizige nationale Verpflichtungen eingegangen, um ihre Treibhausgasemissionen zu senken und sich an deren Auswirkungen anzupassen. China ist bereits auf gutem Weg, seine Verpflichtungen aus dem Jahr 2015 zu übertreffen.

3 - Das Übereinkommen von Paris berührt die Souveränität der Staaten: FALSCH

Das Übereinkommen gibt jedem Land die Möglichkeit, frei über seine nationalen Verpflichtungen zugunsten des Klimas zu entscheiden, mit der Absicht, die Ziele des Übereinkommens einzuhalten. Über die Verpflichtungen, die jedes Land im Rahmen des Übereinkommens von Paris eingeht, wird auf nationaler Ebene entschieden, ohne dass das Übereinkommen von Paris eine Auflage erteilt.

4 - Das Übereinkommen von Paris ist rechtlich nicht bindend: FALSCH

Das Übereinkommen von Paris ist ein internationaler Vertrag, der in das nationale Recht jedes Landes, das ihn ratifiziert hat, eingeht. Er führt Verpflichtungen für die Vertragsparteien ein, darunter die Verpflichtung, seine Bemühungen im Laufe der Zeit auszuweiten und die Verpflichtung zur Klarheit und zur Transparenz hinsichtlich der Darstellung und Umsetzung dieser Bemühungen.

5 - Die Industrieländer werden als einzige finanziell zur Umsetzung des Übereinkommens von Paris beitragen: FALSCH

Alle Länder können sich finanziell an der Umsetzung des Übereinkommens von Paris beteiligen, sei es über multilaterale Fonds wie den „Green Climate Fund“ oder über bilaterale Finanzhilfen. So haben mehrere Entwicklungsländer zu dem „Green Climate Fund“ beigetragen, darunter Chile, Kolumbien und Mexiko. Darüber hinaus hat China einen Beitrag von 3 Milliarden über einen Süd-Süd-Zusammenarbeitsfonds angekündigt.

Stand: Juni 2017