Außenhandel 2025: anhaltende Verbesserung und klarer Kurs für 2026 (6. Februar 2026)

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In einem internationalen Umfeld, das von der Fragmentierung des Handels, der Zunahme an Handelsrivalitäten und der raschen Umstrukturierung der Wertschöpfungsketten geprägt ist, zeugt die außenwirtschaftliche Leistung Frankreichs 2025 von der Widerstandsfähigkeit seiner Wirtschaft und der Stärke seiner Exportsektoren. Frankreich gehört nach wie vor zu den fünf größten Exporteuren von Waren und Dienstleistungen weltweit und stellt damit seine Fähigkeit, sich auf den internationalen Märkten zu behaupten, unter Beweis. Diese Dynamik beruht auf einer zunehmenden Beteiligung französischer Unternehmen am Exportgeschäft: Im dritten Quartal 2025 waren 125 700 Exportunternehmen aktiv – ein Rekordwert und ein Anstieg um 1 700 Unternehmen innerhalb eines Jahres.

Warenhandel auf dem Weg zum Gleichgewicht
Das dritte Jahr in Folge ist das Handelsbilanzdefizit bei Waren rückläufig. Dies spiegelt sowohl die gute Entwicklung mehrerer strategischer Sektoren als auch den Rückgang der Energiekosten wider. So verzeichnete die Luft- und Raumfahrtindustrie einen historischen Überschuss von 33 Mrd. Euro, der sich auf die Rekordexporte dieser Branche zurückführen lässt. Die Energiekosten sind insbesondere dank der Nettoexporte von Strom aus dem französischen Kernkraftpark eines bislang unerreichten Ausmaßes deutlich zurückgegangen (- 10 Mrd. Euro).

Darüber hinaus konnte Frankreich seine Spitzenpositionen auf internationaler Ebene verteidigen und ist nach wie vor weltweit größter Exporteur von:

  • Getränken, mit einem Überschuss von 14 Mrd. Euro;
  • Parfüm und Kosmetik, mit einem Überschuss von 17 Mrd. Euro.

In den Bereichen Landwirtschaft und Ernährungswirtschaft stiegen die Exporte zwar weiter an, sind jedoch nach wie vor durch die anhaltenden Handelsspannungen belastet. Die französische Regierung setzt sich aktiv dafür ein, den Sektoren konkrete Antworten zu liefern, die im Einklang mit den Leitlinien des Präsidentschaftsrates für den Außenhandel stehen: Strukturierung des Angebots, Diversifizierung der Absatzmärkte, Förderung von Upselling sowie langfristige Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.
Einige Punkte müssen weiterhin aufmerksam beobachtet werden. Der Handelsbilanzsaldo bei pharmazeutischen Erzeugnissen verschlechterte sich trotz des weiterhin dynamischen Exportgeschäfts der Branche (+9 %), die auch letztes Jahr den drittgrößten Handelsbilanzüberschuss Frankreichs erzielte. Auch die Lage der Chemiebranche, die einen wichtigen Pfeiler der industriellen Wertschöpfungsketten darstellt, erfordert einen verstärkten Einsatz, insbesondere im Hinblick auf Wettbewerbsfähigkeit und handelspolitische Schutzmaßnahmen.

Dienstleistungen als tragende Säule der außenwirtschaftlichen Leistung
Die Dienstleistungsbilanz ist mit einem Überschuss von 56 Mrd. Euro nach wie vor eine tragende Säule der außenwirtschaftlichen Leistung Frankreichs. Die Tourismusbranche erreichte mit einem Überschuss von 20 Mrd. Euro ihren besten Wert seit 2013 und bestätigte damit ihre Schlüsselrolle für das Handelsgleichgewicht.

Die Attraktivität des Finanzstandorts Frankreichs nahm ebenfalls weiter zu. Die Verlagerung des europäischen Sitzes von Barclays nach Paris veranschaulicht die wachsende Positionierung der französischen Hauptstadt als bedeutendes Finanzzentrum in Europa. Dieser Dynamik liegt die anhaltende Attraktivität Frankreichs zugrunde: So tätigten 2025 über 1000 ausländische Unternehmen knapp 1 900 ausländische Investitionsentscheidungen, darunter 315 Unternehmen, die erstmals in Frankreich investierten.

Kurs für 2026: Festigung und Blick nach vorne
Trotz einer zunehmend fragmentierten und anspruchsvollen Handelswelt schafft es Frankreich, den Kurs zu halten. Für 2026 haben wir eine klare Priorität: unsere Stärken festigen, unsere strategischen Sektoren unterstützen und eine ehrgeizige Wettbewerbsagenda vorantreiben, ohne dabei die Verteidigung der handelspolitischen Öffnung außer Acht zu lassen. An der Seite von Team France Export und unseren außenpolitischen Akteuren werde ich mich mit voller Kraft dafür einsetzen, dass unsere Unternehmen sämtliche internationale Wachstumschancen nutzen können“, erklärte Nicolas Forisser, beigeordneter Minister für Außenhandel und Standortattraktivität.