10 Jahre : Das Krisen- und Unterstützungszentrum (10. Juli 2018)

Die Aufgaben des Krisen- und Unterstützungszentrums (Centre de crise et de soutien, CDCS) haben sich seit seiner Gründung im Jahr 2008 stetig weiterentwickelt und seine Organisation wurde angesichts der Vielfalt der Krisen, die sicherheitspolitisch, klimabedingt, humanitär, politisch oder gesundheitsbezogen sein können, angepasst.
Die Arbeit des Zentrums geht weit über die eigentlichen Krisenzeiten heraus: Sie beginnt bereits im Vorfeld und wird auch nach Beendigung der Krisen fortgesetzt…

Eine sich weiterentwickelnde Einrichtung

Das Krisen- und Unterstützungszentrum wurde 2008 auf Initiative des damaligen Außenministers Bernard Kouchner hin gegründet, um auf den Wunsch einzugehen, für die Krisenreaktionen einen professionellen Rahmen zu schaffen und die Reaktionszeit so weit wie möglich zu reduzieren.

In nur wenigen Jahren konnte das Zentrum seine Nützlichkeit und Effizienz bereits unter Beweis stellen. Ob Erdbeben in Haiti, Japan oder Nepal, Flugzeugkatastrophen, Terroranschläge in Bombay oder Ouagadougou: Jede dieser Situationen erfordert eine adäquate Reaktion. Das Krisenzentrum, das anfänglich für den Beistand von Franzosen in Notfallsituation und zur humanitären Hilfe bestimmt und später ebenfalls für die Betreuung der Familien und Angehörigen der Opfer zuständig war, wird mittlerweile auch mit der frühzeitigen Erkennung von Krisen betraut. 2014 wurde sein Tätigkeitsbereich auf die Stabilisierung und Begleitung von Ländern in Post-Krisen-Phasen erweitert.

Um die verschiedenen Dimensionen seiner Aufgaben hervorzuheben, wurde sein Name in Krisen- und Unterstützungszentrum (CDCS) geändert.

Seit November 2015 leitet das CDCS ebenfalls den interministeriellen Krisenstab für die Unterstützung von Opfern (Cellule Interministérielle d’Aide aux Victimes, CIAV), der bei Terroranschlägen auf dem französischen Staatsgebiet zum Einsatz kommt.

Engagement seit einem Jahrzehnt

All jene, die die Gründung und Evolution des CDCS miterlebt bzw. daran mitgewirkt haben, beschreiben das letzte Jahrzehnt in erster Linie als ein echtes menschliches Abenteuer.

Aufgaben, Schwerpunktbereiche, Mitwirkende… Entdecken Sie anhand von Videos, Karten und Fotos die interaktive Dokumentation im Großformat: CDCS: Engagement seit einem Jahrzehnt.

auf Französisch https://grandformat.diplomatie.gouv.fr/10anscdcs/

Mobilisierung und Koordination

Die Maßnahmen des Krisen- und Unterstützungszentrums gehen weit über den Beistand von Franzosen im Ausland hinaus.
Eine Krise kann jeden treffen und alle Opfer müssen in Sicherheit gebracht werden. Das CDCS bringt sämtliche Formen der Hilfe unter ein Dach. So kann in Krisensituationen beispielsweise ein Flugzeug, das Soforthilfegüter oder humanitäre Hilfsgüter zu den lokalen Bevölkerungen transportiert, bei seinem Rückflug französische Mitbürger zurück nach Paris mitnehmen.

Das CDCS vereint die Mittel des französischen Außenministeriums und seiner Partner, anderer Ministerien und Privatinstitutionen, um wirksam auf Katastrophen und Krisen eingehen und die Folgen eindämmen zu können.

Eine geeignete Organisation zur Krisenreaktion

Das CDCS setzt sich aus mehreren Referaten und Stabstellen zusammen:

  • Das Referat Planung und Partnerschaften ist für die Schaffung von Analyseinstrumenten zur Krisenantizipation und die Förderung der französischen Fachkenntnisse auf den Krisenschauplätzen zuständig;
  • Das Lagezentrum überwacht kontinuierlich Ereignisse im Ausland, analysiert die Bedrohungen und Risiken und plant gemeinsam mit den diplomatischen Vertretungen die Krisenreaktionen;
  • Der Krisenstab koordiniert die Mechanismen zur Krisenbewältigung: Notzentrum, Telefonauskunft, Entsendung von Einsatzkräften vor Ort usw.
  • Die Stabstelle für Einzelfälle ist für die Betreuung der Familien und Angehörigen von Opern zuständig, die im Ausland gewaltsam sterben oder auf besorgniserregende Weise verschwinden;
  • Der Arbeitsstab Humanitäre Maßnahmen koordiniert die staatliche humanitäre Nothilfe und unterhält die Beziehungen mit den verschiedenen Partnern (insbesondere Nichtregierungsorganisationen, internationale Organisationen und Stiftungen);
  • Das Referat Stabilisierung kümmert sich nach Überwindung der Krise um die Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit und unterstützt die Zivilgesellschaft in den Ländern.