Die Zentrale Stelle für das französische Schulwesen im Ausland (AEFE)

Ein weltweit einzigartiges Schulnetzwerk

Die am 6. Juli 1990 gegründete AEFE ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts unter Aufsicht des Außenministeriums. Sie unterhält und verwaltet das Netzwerk des französischen Auslandsschulwesens und erfüllt dabei zwei Aufgaben: die Gewährleistung der Kontinuität der öffentlichen Bildung für französische Kinder im Ausland und der Beitrag zur Verbreitung der französischen Sprache und Kultur im Ausland. Dieses weltweit einzigartige Schulnetzwerk umfasst 492 Bildungseinrichtungen mit 350 000 Schülern vom Kindergarten bis zum Abitur in 137 Ländern. Die Qualität und die Einheitlichkeit des Unterrichts in diesen Bildungseinrichtungen und so auch die damit einhergehenden Werte sind die Besonderheiten dieses einzigartigen und weltweit größten Netzwerks.

Hervorragende Qualität, Austausch und Strahlkraft

Der Unterricht in den französischen Schulen, collèges und lycées im Ausland ist innovativ, aufgeschlossen gegenüber der Kultur und der Sprache des Gastlands und fördert den verstärkten Sprachunterricht ab dem Kindergarten. Er bereitet die Schüler auf ihre Zukunft als Bürger und Akteure offener, mehrsprachiger und multikultureller Gesellschaften vor. Die Bildungseinrichtungen des Netzwerks verfolgen das Ziel, die französische Bildung und einen Unterricht, der internationalen Standards entspricht, die Förderung der französischen Sprache und die Entwicklung der Mehrsprachigkeit, eine Lehrweise, die für den Erfolg aller sorgt und den Anspruch auf hervorragende Qualität miteinander zu vereinen. Mit einer Erfolgsquote bei den Abiturprüfungen von 97 %, darunter 2/3 mit Auszeichnung, bezeugen die schulischen Leistungen diese Exzellenz.

Ein Netzwerk von staatlich anerkannten Einrichtungen

Das Netzwerk der AEFE besteht aus vom Ministerium für Bildung anerkannten Schulen, collèges und lycèes und wird zu 60 % von ausländischen Schülern besucht. Die staatliche Anerkennung der Einrichtungen ist ein Zeichen dafür, dass diese mit dem französischen Schulsystem und seinen Lehrplänen in Einklang stehen. Sie garantiert ebenfalls die Fortsetzung der Schullaufbahn, egal in welchem Gastland. Dieser Grundsatz der pädagogischen Kontinuität ermöglicht es den Schülern der französischen lycées in der ganzen Welt, eine hervorragende Schulausbildung je nach der Mobilität ihrer Familien in einem Land zu beginnen und in einem anderen fortzusetzen. Das Netzwerk ermöglicht es auch ausländischen Schülern sich die französische und französischsprachige Kultur zu eigen zu machen, ohne dabei den Kontakt zu ihrer eigenen Kultur zu verlieren.

Das Netzwerk der AEFE setzt seinen Schwerpunkt auf Mehrsprachigkeit, staatsbürgerliche Bildung, Sport, wissenschaftlichen Unterricht sowie die Philosophie und die Kultur des Engagements.

Dadurch dass die französischen Bildungseinrichtungen im Ausland von Schülern zahlreicher Nationalitäten und verschiedener Kulturen besucht werden, werden sie zu Orten, in denen der Respekt und die Inklusion der anderen eine wichtige Rolle spielt. Die AEFE setzt sich für eine bessere Berücksichtigung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ein und achtet darauf, dass das Konzept der inklusiven Schule eingehalten wird.

Die ehemaligen Schüler: wichtige Akteure der Zukunft

Die Vereinigung der ehemaligen Schüler der weltweiten Lycée Français (Anciens des lycées français du monde, AFLM) verfolgt das Ziel, die Freundschaft und Solidarität zwischen denen, die von dieser Bildung profitiert haben, aufrechtzuerhalten und so das französische Bildungswesen im Ausland auch nach dem Schulabschluss fortzuführen. Dieses Netzwerk, dem schätzungsweise 600 000 Schüler angehören, verfügt über ein bedeutendes Einflusspotenzial. In der Tat üben zahlreiche französische und ausländische Schüler verschiedener Generationen, die diese Bildungseinrichtungen besucht haben, überall auf der Welt bedeutende Funktionen in den verschiedensten Bereichen, wie Politik, Wirtschaft, Hochschulwesen, Medien und Kultur, aus. Diese Persönlichkeiten sind die ersten Botschafter unseres Bildungsmodells und stehen oft in einem besonderen Verhältnis zu der französischen Kultur und Sprache.

Beispiele einiger Persönlichkeiten unter den ehemaligen Schülern:
Leila Slimani (Marokko), Carlos Ghosn (Libanon), Boutros Boutros-Ghali (Ägypten), Ingrid Betancourt (Kolumbien), Jodie Foster (USA), Marjane Satrapi (Österreich), Jonathan Littell (USA), Atiq Rahimi (Afghanistan)…

Oktober 2017

Link AEFE : http://www.aefe.fr/agency-french-education-abroad-0