Vereinte Nationen - Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (25. November 2017)

Der 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

Auch zwanzig Jahre nach der Weltfrauenkonferenz, die 1995 in Peking stattfand, ereignet sich Gewalt gegen Frauen weiterhin in allen Regionen der Welt. Weltweit betrifft diese Art von Gewalt eine von drei und in einigen Ländern sogar zwei von drei Frauen. Sie stellt ein andauerndes Hindernis für die menschliche und wirtschaftliche Entwicklung sowie für die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung dar.

Frankreich engagiert sich fortlaufend für den Kampf gegen sämtliche Arten von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Während seines Vorsitzes des UN-Sicherheitsrats im Oktober legte Frankreich mit einer Debatte zu diesem Thema am 27. Oktober ein besonderes Augenmerk auf die Rolle der Frauen in der Vorbeugung und Lösung von Konflikten. Ebenfalls trug Frankreich dazu bei, dass die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2016 auf gemeinsame Initiative mit den Niederlanden hin, eine Resolution zur Verurteilung von häuslicher Gewalt annahm.

In diesem Zusammenhang begrüßen wir die Annahme einer neuen generellen Empfehlung des Ausschusses für die Beseitigung der Diskriminierung der Frau, aus der insbesondere hervorgeht, dass „die Beeinträchtigung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Rechte von Frauen […] eine Form der geschlechtsbezogenen Gewalt ist, die je nach den Umständen als Folter oder grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung angesehen werden kann“. Wir rufen alle Staaten dazu auf, das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau zu ratifizieren und in vollem Umfang umzusetzen und ebenfalls das Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Übereinkommen von Istanbul) zu ratifizieren.