Vereinte Nationen - Annahme einer Resolution für den Schutz der Meere - Gemeinsames Kommuniqué (11.Januar 2018)

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen nahm am 24. Dezember 2017 die Resolution 72/249 über die Erhaltung und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere über die nationalen Gesetzgebungen hinaus an.

Der Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, Jean-Yves Le Drian, und der Minister für den ökologischen und solidarischen Wandel, Nicolas Hulot, begrüßen die Annahme dieser Resolution, die den Höhepunkt des jahrzentlangen Einsatzes der internationalen Gemeinschaft für die Hohe See darstellt und Teil der Fortsetzung der weltweiten Verpflichtungen ist, die 2017 für den Schutz der Meeresumwelt eingegangen wurden.

Diese Resolution wird ab 2018 die Eröffnung von Verhandlungen zur schnellstmöglichen Annahme einer internationalen Übereinkunft ermöglichen, mit der die Erhaltung und die nachhaltige Nutzung der Meeresbiodiversität in den internationalen Gewässern angestrebt wird. Insbesondere sollte diese Übereinkunft die Schaffung von Meeresschutzgebieten auf Hoher See, die Durchführung von Studien über mögliche Auswirkungen der Tätigkeiten in diesem Gebiet, die Einführung eines Systems für den Vorteilsausgleich aus der Nutzung der marinen Genressourcen über nationale Gesetzgebungen hinaus und die Stärkung der Kapazitäten der Länder des Südens ermöglichen.

Mit dieser Entscheidung wird die notwendige Betrachtung der Ozeanen als empfindliche Umwelt anerkannt, für dessen Schutz die Allgemeinheit verantwortlich ist und Regeln geschaffen werden müssen. Diese Maßnahmen sollten in erster Linie ermöglichen, dass der Ozean weiterhin eine wichtige Rolle bei der weltweiten Klimaregulierung spielen kann. Des Weiteren müssen sie ebenfalls eine nachhaltige Bewirtschaftung der zahlreichen Ressourcen der Ozeane garantieren.

Für Frankreich ist der Schutz der biologische Vielfalt auf Hoher See eine außenpolitische Priorität, die sie insbesondere im Rahmen von Verhandlungen über internationalen Übereinkünfte fördert.