Tourismus - Teilnahme von Jean-Baptiste Lemoyne an der Konferenz der EU-Tourismusminister (Videokonferenz, 27. April 2020)

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Jean-Baptiste Lemoyne, Staatssekretär beim Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, hat heute an der Videokonferenz der für den Tourismus zuständigen Ministerinnen und Minister der Europäischen Union teilgenommen, die auf Initiative der kroatischen Ratspräsidentschaft stattfand.

Die Ministerinnen und Minister erinnerten an die Bedeutung des Tourismus für die europäische Wirtschaft, der 10 % des Bruttoinlandsprodukts der EU und 12 % der Arbeitsplätze ausmacht, und berieten über die Sofortmaßnahmen, die in Antwort auf die Krise bereits ergriffen wurden. Sie vereinbarten, bei ihren Anstrengungen zur Unterstützung des Sektors eng zusammenzuarbeiten. Frankreich unterstrich die Rolle, die die EU-Ebene bei der Anpassung der für die Reiseveranstalter und Personenverkehrsunternehmen geltenden Regelungen spielen muss, um auf die außergewöhnlichen Schwierigkeiten einzugehen, denen diese Unternehmen aktuell gegenüber stehen, insbesondere im Luftverkehr, und gleichzeitig die Verbraucherrechte zu schützen.

Vor dem Hintergrund, dass der innereuropäische Tourismus einen Großteil der internationalen Reisen in Europa ausmacht (80 % vor der Krise), muss die Belebung des Tourismussektors mit einer stärkeren Aufmerksamkeit und Koordination innerhalb der Union einhergehen. Die Ministerinnen und Minister haben den Vorschlag des EU-Kommissars für den Binnenmarkt, Thierry Breton, in den kommenden Monaten einen europäischen Gipfel für die Belebung des Tourismus zu veranstalten, zu dem Vertreter der Mitgliedstaaten, der Privatwirtschaft und der Gebietskörperschaften zusammenkommen, mit Interesse entgegengenommen.

Der Staatssekretär hat nachdrücklich auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein neues, verantwortungsbewussteres und nachhaltigeres Tourismusmodell zu fördern, das mit dem europäischen Grünen Deal in Einklang steht und gleichzeitig die vom digitalen Wandel gebotenen Möglichkeiten voll ausschöpft. Frankreich befürwortet, dass dem Tourismus im europäischen Konjunkturprogramm ein hoher Stellenwert eingeräumt wird.