Klima - Frankreichs Teilnahme an der COP 23 (Bonn, 6.-17. November 2017)

Vom 6. bis 17. November findet in Bonn die 23. Konferenz der Vertragsparteien des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (COP 23) unter der Präsidentschaft der Republik Fidschi statt.

Zum ersten Mal übernimmt ein kleiner, direkt durch den Klimawandel bedrohter Inselstaat den Vorsitz einer Weltklimakonferenz. Zahlreiche staatliche und nicht-staatliche Akteure versammeln sich in Bonn und demonstrieren zu einem entscheidenden Zeitpunkt den internationalen Einsatz zur Verwirklichung der Ziele des Übereinkommens von Paris.

Die folgenden drei Hauptziele dieser Klimakonferenz sollen konkrete Fortschritte im gemeinsamen Kampf gegen den Klimawandel bewirken:

  • Fortsetzung der Verhandlungen hinsichtlich der Regeln für die Anwendung des Übereinkommens von Paris, die während der COP 24 verabschiedet werden sollen. Insbesondere sollen die gemeinsamen Grundmerkmale der national festgelegten Beiträge durch eine Harmonisierung der gelieferten Informationen der Staaten und der Formen der Abrechnungen festgesetzt werden. Ebenfalls soll der Umfang der weltweiten Bestandsaufnahme, die alle fünf Jahre, also das nächste Mal 2023, stattfindet, bestimmt werden.
  • Einleitung des „Talanoa-Dialogs“, durch den die staatlichen Verpflichtungen gemeinsam ehrgeiziger gestaltet werden sollen, da es kaum möglich sein wird, den Temperaturanstieg ohne zusätzliche Anstrengungen auf unter 2°C zu begrenzen
  • weitere Ausarbeitung der Aktionsagenda. Fachspezifische Thementage werden strategischen Bereichen, wie z. B. erneuerbaren Energien und Wasserwirtschaft, gewidmet.

Frankreich setzt sich für die Umsetzung des Übereinkommens von Paris ein. Der Klimaschutzplan vom Juli 2017 legt einen präzisen und proaktiven Rahmen für Frankreichs Umwelt- und Klimaziele fest. Wir gehören zu den ersten Ländern, die eine Treibhausgasneutralität bis 2050 anstreben. Auch sind uns die Herausforderungen hinsichtlich der Anpassung unserer Gesellschaften an den Klimawandel und die Vorbeugung seiner Auswirkungen ein besonderes Anliegen.

Der französische Pavillon in der „Bonn-Zone“ bietet eine Sensibilisierungsstrecke und Treffen mit etwa vierzig Spezialisten der globalen Erwärmung während der zwei Konferenzwochen.