Internationale Justiz - Internationaler Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien - Verurteilung von Ratko Mladić (Den Haag, 22. November 2017)

Der Internationaler Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) hat am 22. November 2017 Ratko Mladić wegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen während des Bosnienkriegs (1992-1995) zu lebenslanger Haft verurteilt.

Bei diesem Krieg kamen über 100 000 Menschen ums Leben und 2,2 Millionen wurden vertrieben. Frankreich begrüßt den Mut der Opfer und Zeugen, die sich damit einverstanden erklärt haben, vor dem internationalen Strafgerichthof auszusagen.

Einige Wochen bevor der ICTY seine Tätigkeiten beenden wird, würdigt Frankreich seinen wichtigen Einsatz für die Aussöhnung zwischen den Ländern der Region. Wie mehrfach vom Ministerrat der Europäischen Union betont, ist eine Verurteilung aller Verantwortlichen für die in den westlichen Balkanländern begangenen Kriegsverbrechen unerlässlich. Frankreich setzt sich überall auf der Welt für den Kampf gegen die Straflosigkeit sowie für eine unabhängige und unparteiische Justiz ein und ruft sämtliche Länder dazu auf, umfassend mit den internationalen Strafgerichten zu kooperieren.