Gemeinsame Abschlusserklärung des Treffens der Aussen- und Verteidigungsminister der G5-Sahel und Frankreichs vom 27. April 2020

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Die Ministerinnen und Minister für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung der Länder der G5-Sahel und Frankreichs sowie der Exekutivsekretär der G5-Sahel sind am 27. April 2020 zu einer Videokonferenz zusammengekommen, um die Entwicklung der Lage im Sahel zu erörtern.

Die Ministerinnen und Minister wiesen darauf hin, dass es angesichts der Covid-19-Pandemie unbedingt eines solidarischen Vorgehens bedarf, und bekräftigten ihre Bereitschaft, alles Notwendige zu unternehmen, um die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen dieser beispiellosen Krise einzudämmen. Sie bekräftigten ihr uneingeschränktes Eintreten für die Initiative zur Krisenreaktion auf afrikanischer Ebene, die auf einer starken Unterstützung für die Gesundheitssysteme und einer entschlossenen Antwort auf die wirtschaftlichen, finanziellen und sozialen Folgen der Krise mittels eines sofortigen Moratoriums für die Tilgung aller Auslandsschulden, der Errichtung einer humanitären Brücke zwischen Europa und Afrika und der Unterstützung der Forschung beruht, und bestätigten ihre Beteiligung an der Durchführung dieser Initiative. In diesem Zusammenhang betonten die Ministerinnen und Minister, wie wichtig es ist, der Frage nach einem Schuldenerlass in Afrika nachgehen zu können, und appellierten an alle Gläubiger, diese Angelegenheit baldig zu prüfen.

Anschließend bekräftigten sie ihre Verpflichtung zur uneingeschränkten Umsetzung der Beschlüsse, die beim Gipfeltreffen am 13. Januar 2020 in Pau und beim G5-Sahel-Gipfel in Nouakchott am 25. Februar 2020 gefasst wurden, und einigten sich darauf, noch vor dem Gipfel am 29./30. Juni dieses Jahres in Mauretanien erneut zusammenzukommen. Die Ministerinnen und Minister für auswärtige Angelegenheiten und Verteidigung der G5-Sahel-Länder und der Französischen Republik einigten sich nach Prüfung dieser auf die lokalen Indikatoren, die die Beurteilung der konkreten territorialen Auswirkungen der gemeinsam ergriffenen Maßnahmen ermöglichen und deren Ergebnisse sie beim Gipfeltreffen am 29./30. Juni vorstellen werden.

Die Ministerinnen und Minister beglückwünschten sich zu den erzielten Fortschritten im Kampf gegen den Terrorismus, darunter die Aktivierung des gemeinsamen