G7 - Vereinigte Staaten - F&A - Auszüge des Pressegespräches (12. Juni 2018)

F - Wie schätzen Sie die Beziehung zu den Vereinigten Staaten nach dem G7-Gipfel ein? Verfügt der Minister als Hauptverantwortlicher im Bereich der Außenpolitik über einen Aktionsplan, um zu versuchen, diese Beziehung wieder instand zu setzen?

A - Bei dem G7-Gipfel konnte ein Meinungsaustausch über alle großen internationalen Themen stattfinden und die Übereinstimmung hinsichtlich mehrerer wichtiger Angelegenheiten, insbesondere im Bereich der Sicherheit, bekräftigt werden.

Auch Differenzen kamen zum Ausdruck, insbesondere hinsichtlich Handelsfragen angesichts der Maßnahmen der Vereinigten Staaten bezüglich der Importe aus Europa, Kanada und Japan. Die Europäische Union kündigte bereits an, als Reaktion darauf ihrerseits innerhalb des in den Regeln der Welthandelsorganisation vorgesehenen Rahmens Maßnahmen zu ergreifen.

Parallel dazu wünschen wir uns einen tiefer greifenden Dialog mit den Vereinigten Staaten, um die Lage des transatlantischen Handels auf Grundlage von vollständigen und beiderseits anerkannten Tatsachen gemeinsam zu analysieren und so Zweifel und Missverständnisse zu beseitigen. Der Minister tauscht sich über all diese Themen regelmäßig mit seinem Amtskollegen aus.

Darüber hinaus möchten wir die internationale Handelszusammenarbeit vorantreiben, um die wichtigen strukturierenden Themen, wie insbesondere die Bekämpfung von Piraterie geistigen Eigentums und den Umgang mit bestimmten Überkapazitäten, zu behandeln. Der Staatspräsident erklärte sich demnach bereit, eine gemeinsame Konferenz mit China, den Vereinigten Staaten, Japan und den europäischen Staaten auszurichten, um diesen großen Herausforderungen zu begegnen und die Welthandelsorganisation effizienter zu gestalten.

Diese Leitlinien werden unter dem G7-Vorsitz, den nach Kanada im Jahr 2019 Frankreich innehaben wird, zu den Prioritäten gehören.