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Finnland

Politik und Wirtschaft

Date de mise à jour le : 24 March 2026 Information toujours valable à la date du jour

Politische Beziehungen

Historisch gesehen, war Frankreich das erste Land Europas, das die Unabhängigkeit Finnlands anerkannte. Die politischen Kontakte zwischen Frankreich und Finnland wurden nach dem Eintritt Finnlands in die Europäische Union intensiviert. Besonders eng ist die Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung, Bekämpfung des Klimawandels, Verteidigung der Menschenrechte und den Herausforderungen der künstlichen Intelligenz. Zu diesem Thema wurde 2018 eine gemeinsame Erklärung Frankreichs und Finnlands veröffentlicht, und 2020 wurde eine Vereinbarung zur strategischen Zusammenarbeit zwischen dem französischen Institut DATAIA (Institut Français de Convergence en IA) und dem finnischen FCAI (Finnish Centre for Artificial Intelligence) unterzeichnet.

Im Anschluss an den Besuch des französischen Staatspräsidenten in Finnland im August 2018 unterzeichneten Frankreich und Finnland ein Rahmendokument über die Verteidigungskooperation. Bei zahlreichen europäischen Themen weisen Frankreich und Finnland starke Übereinstimmungen auf, darunter beim Europa der Verteidigung, beim Klimawandel, bei der Rechtsstaatlichkeit und der Gemeinsamen Agrarpolitik. Über die Wirtschaftsunion und den gemeinsamen Markt hinaus sieht Finnland in der EU vor allem eine Wertegemeinschaft.

Wirtschaftsbeziehungen

2022 war Frankreich der zwölfte Lieferant Finnlands und sein neuntes Abnehmerland (Quelle: Hauptabteilung Schatzamt). 2022 lagen die französischen Exporte bei 1,8 Mrd. € (+3 %), gegenüber 3,1 Mrd. € Importgütern (+12 %). Das Defizit der französischen Handelsbilanz mit Finnland nahm demnach 2022 weiter zu und erreichte 1,3 Mrd. €, gegenüber 1 Mrd. € 2021, insbesondere aufgrund des Anstiegs der Rohstoffpreise. Dieses Defizit erklärt sich auch durch unsere Importe in drei Branchen: Holz, Papier und Pappe; Anlagen und Elektro-, Elektronik- und IT-Erzeugnisse; Erzeugnisse der metallverarbeitenden und Metallindustrie. Der bilaterale Handel mit Nahrungsmitteln, Transportmitteln und Dienstleistungen weist hingegen einen Überschuss auf französischer Seite auf (2022: Dienstleistungsexporte in Höhe von 1,0 Mrd. € (+13 %) gegenüber den Dienstleistungsimporten mit 574 Mio. € (-7 %).

Französische Präsenz in Finnland:
Rund einhundert französische Tochtergesellschaften sind in Finnland tätig, deren Mitarbeiterzahl 10.000 Personen übersteigt, verteilt auf Großkonzerne wie Saint-Gobain, Sonepar, Schneider, Sodexo und Airbus, aber auch KMU wie Smoove, einem Anbieter von Fahrrad-Sharing-Diensten, der in den letzten Jahren Aufträge in Helsinki und Espoo (der zweitgrößten Stadt des Landes) erhielt. Bei der SLUSH 2019, einer jährlichen Messe in Helsinki für Start-ups, Investoren und Großunternehmen, waren auf dem französischen Stand sechzehn junge Unternehmen vertreten.

Finnische Präsenz in Frankreich:
Unter den großen Papierherstellern hat Stora Enso seine französische Niederlassung aufgegeben, UPM seine Präsenz reduziert. Dennoch ist Frankreich nach wie vor ein wichtiger Markt für Kone (Aufzüge und Rolltreppen), Konecranes (Kräne) und Wärtsila (elektrische Generatoren).
Die Übernahme von Alcatel-Lucent durch Nokia wurde im November 2016 abgeschlossen. Ihre Tätigkeit konzentriert sich auf die Standorte Paris-Saclay, Nozay/Villarceaux (franz. Departement Essonne) und Lannion (Dept. Côtes-d’Armor).

Liste des représentations françaises