Frankophonie-Gipfel – Reise des Ministers für Europa und auswärtige Angelegenheiten, Jean-Yves Le Drian (Eriwan, 11. - 12. Oktober)

Der Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, Herr Jean-Yves Le Drian, wird den französischen Staatspräsidenten, Herrn Emmanuel Macron, am 11. und 12. Oktober zum 17. Gipfel der Frankophonie nach Eriwan begleiten.

In Eriwan wird Frankreich seine ehrgeizige Zukunftsvision der Frankophonie bekräftigen, die der Präsident am 20. März dieses Jahres in seiner Rede am Institut de France vorgestellt hatte.

Dieser Gipfel ist ein wichtiger Anlass, um an den hohen Stellenwert zu erinnern, den wir der Aufgabe der internationalen Organisation der Frankophonie beimessen; diese ist dazu berufen, zur Entwicklung von Frieden, Demokratie, Menschenrechten und der Gleichheit von Männern und Frauen beizutragen. Die Frankophonie vertritt eine einzigartige Gemeinschaft aus Erfahrungen, Werten und Ansichten, die bald über 700 Millionen Frauen und Männer weltweit umfassen wird.

Französisch liegt an zweiter Stelle der weltweit am häufigsten gelernten Sprachen, mit nahezu 125 Millionen Schülern und etwa 900.000 Französischlehrenden im Ausland. Sie ist die zweite internationale Informationssprache in den Medien, die dritte Sprache in der Geschäftswelt und die vierte Sprache im Internet. Sie ist eine Arbeitssprache von wesentlicher Bedeutung in sämtlichen internationalen Organisationen und außerdem, gemeinsam mit dem Englischen, die einzige Sprache, die auf allen fünf Kontinenten präsent ist.

Die Zahl der französischsprachigen Menschen dürfte in den kommenden Jahren stark steigen, und Frankreich möchte dazu beitragen, die Stellung der französischen Sprache als wesentliche Austausch- und Kommunikationssprache zu verstärken; darüber hinaus will es neuen Schwung in die Nutzung von Französisch als Geschäftssprache bringen. Wie es der französische Präsident erneut betonte, kann Französisch die Sprache sein, die die Welt von Morgen entstehen lässt und den Reichtum sowie die Vielfältigkeit der Welt annimmt, ohne auf die Vielzahl seiner Wurzeln zu verzichten. In dieser Hinsicht muss die Frankophonie all denjenigen Sprachen gerecht werden, die von der Globalisierung geschwächt oder isoliert sind, sowie interkulturellen Austausch und Mehrsprachigkeit begünstigen.

Angesichts der Tatsache, dass Afrika der Kontinent ist, auf dem sich die Zukunft der Frankophonie entscheiden wird, legt Frankreich besonderen Wert auf die Benennung der Generalsekretärin der internationalen Organisation der Frankophonie und wird Frau Louise Mushikiwabo unterstützen, deren Bewerbung die Afrikanische Union befürwortet.

Während des Gipfels wird sich Frankreich insbesondere für ein Strategieprojekt der Frankophonie zugunsten der Gleichheit zwischen Frauen und Männern, sowie der Rechte und Ermächtigung der Frauen und Mädchen einsetzen. Dieses Thema ist für den französischen Präsidenten und die Regierung von vorrangiger Bedeutung.

Dieser von Armenien organisierte Gipfel wird im Zeichen einer Würdigung des Sängers Charles Aznavour stehen, der die Verbindung zwischen Frankreich, Armenien und dem frankophonen Raum verkörperte.