„Vier Motoren für Europa“: Auvergne-Rhône-Alpes, Baden-Württemberg, Katalonien und Lombardei gemeinsam für eine bessere Wettbewerbsfähigkeit ihrer Regionen in Europa

Im Rahmen seiner Kommunikationskampagne über die deutsch-französischen dezentralisierten Partnerschaften stellt das Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten das Programm „Vier Motoren für Europa“ vor, das insbesondere durch den Regionalrat von Auvergne-Rhône-Alpes und das Land Baden-Württemberg erarbeitet wurde.

Projekt

Seit 1988 sind die Regionen Auvergne-Rhône-Alpes (Frankreich), Baden-Württemberg (Deutschland), Katalonien (Spanien) und Lombardei (Italien) Partner innerhalb des Programms "Vier Motoren für Europa". An dieser Kooperation wirken ebenfalls private Vertreter aus Wirtschaft, Hochschulwesen und Wissenschaft mit. Im Laufe der Jahre konnten dank dieser Initiative enge Verbindungen zwischen den verschiedenen Akteuren der besagten Regionen geschaffen werden und den Projekten in den vier Gebieten eine stärkere internationale Dimension verliehen werden.

Ziele

Während die Initiative in der Vergangenheit auf die Förderung der Rolle der Regionen in Europa und auf eine stärkere Internationalisierung der vier Regionen abzielte, haben sich die Ziele heute weiterentwickelt. So wird mit dem Programm "Vier Motoren für Europa" angestrebt, Beziehungen zwischen allen Beteiligten in den vier Regionen herzustellen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung der Gebiete zu stärken.

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Unterzeichnung des Positionspapiers zur Zukunft der Kohäsionspolitik. 5. Oktober 2017
Von links nach rechts: Winfried Kretschmann (Ministerpräsident Baden-Württemberg), Laurent Wauquiez (Präsident des Regionalrats der Region Auvergne-Rhone-Alpes), Alessandro Fermi, Untersekretär der Präsidenten für institutionelle Beziehungen mit dem Staat und internationale Beziehungen (Region Lombardei) und Marti Anglada, Vertreter der katalanischen Regierung in Frankreich. ©Regionalrat der Region Auvergne-Rhône-Alpes
Instrumente

Diese von Anfang an flexible Zusammenarbeit basiert auf der Mobilisierung der verschiedenen Arten von Akteuren der Gebiete („Wettbewerbspole“, Universitäten, Ausbildungszentren, Kulturzentren, Verbände, Partnergemeinden) und ist in einem Netzwerk organisiert.

Ergebnisse

Seit der Gründung des Netzwerks wurden sehr starke Verbindungen zwischen den vier Regionen geschaffen, die zur Verwirklichung zahlreicher Projekte führten. So absolvierten 2016 246 Auszubildende aus der Region Auvergne-Rhône-Alpes ein Praktikum in einer der Partnerregionen und 344 Studenten erhielten ein Hochschulstipendium für ein Studium in einer dieser Regionen. Außerdem gibt es 30 Vereinbarungen zwischen den Universitäten der Region und Baden-Württemberg. Was die Wirtschaftsverbindungen betrifft, sind 243 deutsche Unternehmen in der Region Auvergne-Rhône-Alpes niedergelassen und 168 Unternehmen aus der französischen Region in Deutschland vertreten.

Der Erfolg des Netzwerks wird beispielsweise dadurch deutlich, dass sich einige Akteure der Automobil-, Gesundheits- oder Umweltbranche im Rahmen von europäischen Projektausschreibungen gemeinsam bewerben. Im Jahr 2018 wurden regionale Automobilunternehmen für ein Projekt ausgewählt und erhielten über 3 Millionen Euro zur Durchführung von Innovationsprojekten.

Vor allem in den Bereichen Innovation und Digitales ist die Zusammenarbeit besonders vielfältig und angesehen. So wurde 2018 auf der Internationalen Messe SIDO der Prototyp ein von jungen Designern aus Baden-Württemberg und Auvergne-Rhône-Alpes entworfener Smart Mirror ausgestellt.