Deutsch-Französischer Integrationsrat (DFIR) (Berlin, 7. November 2017)

Am 7. November 2017 tagt in Berlin erstmals der Deutsch-Französische Integrationsrat (DFIR). Vereinbart wurde diese erste Sitzung am 13. Juli 2017 in Paris beim Treffen der vier Ko-Vorsitzenden des DFIR, der Innenminister Deutschlands und Frankreichs, Dr. Thomas de Maizière und Gérard Collomb, sowie der beiden Beauftragten für die deutsch-französische Zusammenarbeit, Michael Roth und Nathalie Loiseau.

In den DFIR berufen wurden für drei Jahre zwanzig ehrenamtliche Mitglieder, die in ihrer Vielfalt die gesamte Bandbreite der Integrationspolitik widerspiegeln. Neun Mitglieder wurden von der Bundesregierung, neun weitere von der französischen Regierung berufen. Des Weiteren wurden von beiden Regierungen zwei Vertreterinnen staatlich finanzierter deutsch-französischer Einrichtungen in den DFIR berufen.

Der DFIR wird darüber wachen, dass die Themen Integration und Chancengleichheit weiterhin auf der Tagesordnung des deutsch-französischen Austausches stehen, und er wird die Gelegenheit bieten, sich in einer bilateralen und europäischen Perspektive über die vielfältigen Integrationsbemühungen in beiden Ländern auszutauschen sowie gute Praktiken zu identifizieren und bekannt zu machen.

Die vier Ko-Vorsitzenden werden am 7. November 2017 um 12 Uhr auf einer Pressekonferenz im Bundesministerium des Innern, Alt-Moabit 140, die Ergebnisse der ersten Sitzung des DFIR vorstellen.

Anhang: an der Sitzung am 7. November 2017 teilnehmende Mitglieder des Deutsch-Französischen Integrationsrates

Ko-Vorsitzende:

  • Thomas de Maizière, Bundesminister des Innern
  • Gérard Collomb, Ministre d’Etat, Minister des Innern
  • Michael Roth, Beauftragter für die deutsch-französische Zusammenarbeit
  • Nathalie Loiseau, Beauftragte für die französisch-deutsche Zusammenarbeit

Mitglieder (jeweils in alphabetischer Reihenfolge):

  • Dr. Delal Atmaca, Vorsitzende des Dachverbands der Migrantinnenorganisationen DaMigra
  • Prof. Dr. Thomas K. Bauer, Vorsitzender des Sachverständigenrates deutscher Stiftungen für Integration und Migration
  • Zohre Esmaeli, Autorin und Model, mit ihrer Familie 1998 aus Afghanistan nach Deutschland geflüchtet
  • Cordula Heckmann, Schulleiterin des Campus Rütli in Berlin
  • Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes, als Vertreterin der Bundesländer
  • Christina Mersch, Projektleiterin des DIHK-Netzwerkes „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“
  • Prälat Dr. Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes, als Vertreter eines Wohlfahrtsverbandes
  • Aydan Özoğuz, Staatsministerin, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration
  • Dorothea Schäfer, Landrätin des Landkreises Mainz-Bingen, als Vertreterin der kommunalen Ebene
  • Nazan Gökdemir, Moderatorin bei ARTE
  • Béatrice Angrand, Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks
  • Agnès Fontana, Beauftragte für Aufnahme und Begleitung von Ausländern sowie für Staatsbürgerschaft im französischen Innenministerium
  • Pierre Henry, geschäftsführender Direktor der Organisation France terre d’asile
  • Sébastien Jallet, beigeordneter Generalkommissar und Direktor für die Stadt und den städtischen Zusammenhalt im französischen Ministerium für den territorialen Zusammenhalt
  • Haiba Ouaissi, Präsident des Club XXIe Siècle, Dozent für Arbeitsrecht an der Universität Rouen, Autor und Anwalt
  • Christophe Paris, geschäftsführender Direktor der Association de la fondation étudiante pour la ville
  • Alain Seksig, Direktor des Pariser Zentrums für schulische Eingliederung von nicht französischsprachigen Kindern (CASNAV), als Vertreter des französischen Bildungsministeriums
  • Zahia Ziouani, Dirigentin und Mitglied des Vereins DEMOS für sozialpädagogische musikalische Erziehung