Umwelt – Weltumwelttag (5. Juni 2018)

Anlässlich des Weltumwelttags unterstreicht Frankreich die Notwendigkeit eines internationalen Engagements angesichts der globalen Umweltkrise, die für unser Wohlergehen und unsere Sicherheit eine Bedrohung darstellt. Solch eine Situation erfordert einen tief greifenden Wandel unserer Verhaltensweisen und muss darüber hinaus zu wirksamen Maßnahmen auf multilateraler Ebene führen.

Die Umweltkrise, die unser Planet derzeit durchlebt, ist aufgrund ihrer Geschwindigkeit, ihres Ausmaßes und ihrer Folgen beispiellos. Der kontinuierliche Anstieg der Treibhausgasemissionen verursacht einen Klimawandel, der unberechenbare Folgen für die Gesundheit, die Landwirtschaft, die biologische Vielfalt, die bereits abnimmt und durch den Druck auf die Ökosysteme weiter bedroht wird, oder die Ozeane, die zunehmend und vor allem durch Plastikmüll verschmutzt werden.

Es muss konkret und auf multilateraler Ebene einvernehmlich auf diese weltweiten Herausforderungen eingegangen werden. Frankreich setzt sich im Dienste der biologischen Vielfalt und des Umweltschutzes gemeinsam mit seinen internationalen Partnern dafür ein, die Umsetzung der gemeinsamen Übereinkünfte und Ziele voranzutreiben.

Das Übereinkommen von Paris über Klimaveränderungen, das bereits von 177 Vertragsparteien ratifiziert wurde, ist ein Beispiel dafür, dass ein gemeinsamer Einsatz für eine sauberere Umwelt möglich ist. Frankreich macht sich, auf nationaler und internationaler Ebene, bereits für die Umsetzung des Übereinkommens stark. Die nächste Etappe ist die UN-Klimakonferenz (COP 24) im kommenden Dezember, dessen Leitung Polen übernehmen wird. Diese sollte zu robusteren, ehrgeizigeren und einsatzfähigeren Anwendungsbestimmungen führen.

Um die Grundprinzipien des internationalen Umweltrechts zu kodifizieren, zu festigen und zu verbreiten, engagieren wir uns unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen ebenfalls für die Annahme eines Globalen Paktes für den Umweltschutz. Frankreich wünscht, dass die Verhandlungen über diesen Pakt, dessen erste das Verfahren betreffende Entschließung am 10. Mai mit großer Mehrheit angenommen wurde, von einem Gefühl für Verantwortung getragen werden und im Bewusstsein der durch die aktuelle Umweltkrise gebotenen Dringlichkeit stattfinden. Diese Bemühungen haben nur dann einen Sinn, wenn sie mit einer Mobilisierung aller einhergehen und eine gemeinsame Dynamik für die Ausarbeitung konkreter, lokaler, nationaler und internationaler Lösungen schaffen.