Klima – Ratifikation durch Frankreich der Kigali-Änderung des Montrealer Protokolls über Stoffe, die zu einem Abbau der Ozonschicht führen (29. März 2018)

Frankreich wurde am 29. März zum 31. Staat, der die Kigali-Änderung des Montrealer Protokolls über Stoffe, die zum Abbau der Ozonschicht führen, ratifizierte.

Ziel dieser Änderung, die am 15. Oktober 2016 in Kigali angenommen wurde, ist der Einschluss von Fluorkohlenwasserstoffen in den Geltungsbereich des Montrealer Protokolls, das am 1. Januar 1989 in Kraft trat. Fluorkohlenwasserstoffe sind starke Treibhausgase, die im Wesentlichen bei der Kühlung und Klimatisierung genutzt werden.

Durch die Festlegung eines Zeitplans für die Reduzierung des Verbrauchs und der Erzeugung von Fluorkohlenwasserstoffen dürften durch die Kigali-Änderung bis 2050 rund 72 Milliarden Tonnen Kohlendioxidäquivalent vermieden werden sowie bis 2100 einen auf die Fluorkohlenwasserstoffe zurückzuführender Anstieg der Temperaturen von etwa 0,5 °C. Sie wird somit vollständig zur Umsetzung des Übereinkommens von Paris beitragen.

Die Zustimmung zu dieser Änderung, deren Verpflichtungen bereits durch unser innerstaatliches Recht abgedeckt sind einschließlich unserer Verpflichtungen, die aus dem europäischen Recht hervorgehen, bestätigt erneut das ehrgeizige und konstante Engagement Frankreichs im Kampf gegen den Klimawandel sowie zugunsten des Umweltschutzes.

Die Kigali-Änderung wird am 1. Januar 2019 in Kraft treten.