Amazonas - Brände - Erklärung von Jean-Yves Le Drian (22. August 2019)

Die tropischen Regenwälder spielen im Kampf gegen den Klimawandel eine entscheidende Rolle. Frankreich ist äußerst besorgt über die zahlreichen Brände von beispiellosem Ausmaß, die seit mehreren Wochen im Amazonas-Regenwald um sich greifen.

Die stark durch die Entwaldung und die Umwandlung der Wälder in landwirtschaftliche Nutzflächen geförderte Trockenheit begünstigt diese Waldbrände, von denen mehrere Länder der Region betroffen sind und die verheerende Folgen für die Bevölkerung vor Ort und die Biodiversität nach sich ziehen. Der französische Staatspräsident befasste sich mit diesen Herausforderungen unter anderem am 16. Mai in seinem Gespräch mit dem Kayapó-Anführer Raoni Metuktire in Paris und ich selbst erörterte diese Fragen mit meinen Gesprächspartnern im Zuge meines Besuchs in Brasilien im Juli.

Im Amazonas ist Frankreich, in Französisch-Guayana, ebenfalls mit diesem Risiko konfrontiert und arbeitet langfristig angelegt und insbesondere mittels der französischen Entwicklungsagentur und dem Forschungsinstitut für Entwicklung mit den südamerikanischen Ländern zusammen. So wird die französische Entwicklungsagentur Anfang 2020 in Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft ein regionales 9-Millionen-Euro-Projekt zur Erhaltung der Ökosysteme des Amazonas auf die Wege bringen. Wir sind entschlossen, diese Anstrengungen fortzusetzen und mit sämtlichen Akteuren der Region (Staaten, Gebietskörperschaften, NRO, Privatwirtschaft) zusammenzuarbeiten, die sich für die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung, des Übereinkommens von Paris und für die Annahme 2020 der nächsten globalen Ziele zum Schutz der Biodiversität stark machen.