Klimakonferenz COP30: ein neuer Kurs für die globalen Klimaschutzmaßnahmen
Die 30. Konferenz der Vertragsparteien des UN-Klimaübereinkommens (COP30) wird vom 10. bis zum 21. November 2025 in Belém, Brasilien, unter brasilianischem Vorsitz stattfinden. Zehn Jahre nach der COP21, die zur historischen Annahme des Übereinkommens von Paris geführt hatte, stellt diese nächste Konferenz einen weiteren Schritt zur rascheren Umsetzung der Klimaverpflichtungen dar. Die Ergebnisse der COP30 werden wesentlich sein für die Einhaltung der festgelegten Ziele, insbesondere das Ziel, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.
Die COP, was ist das?
1992 beschlossen auf dem Erdgipfel von Rio de Janeiro 154 Staaten, ihre Bemühungen zur Begrenzung der globalen Erwärmung zu bündeln, da sie sich zur Existenz des menschengemachten Klimawandels bekannten. So entstand das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (oder UNFCCC) und dessen Entscheidungsgremium, die Vertragsstaatenkonferenz (oder COP, Conference of the Parties).
Jedes Jahr findet eine COP statt, bei der sich die 198 „Vertragsparteien“ versammeln. Auf jeder dieser auch „UN-Klimakonferenzen“ genannten Treffen wird über den Stand der Anwendung des Übereinkommens diskutiert, die Umsetzung der Beschlüsse präzisiert und über weitere Verpflichtungen mit gemeinsamen oder individuellen Zielen verhandelt. Beschlüsse werden einstimmig gefasst. Bei den COP-Klimakonferenzen spricht die Europäische Union (EU) mit einer Stimme. Im Vorfeld der COP-Klimakonferenzen stimmen sich die EU-Mitgliedstaaten über ein Verhandlungsmandat ab.
Weitere Informationen hierzu: Internationale Klimaverhandlungen
2025, ein entscheidendes Jahr für das Klima
Das Jahr 2025 markiert einen bedeutenden Moment im Kampf gegen den Klimawandel. Die 30. Konferenz der Vertragsparteien (COP30) findet in Belém, Brasilien, vom 10. bis zum 21. November statt. Der Konferenz geht am 6. und 7. November ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs voraus, an dem der französische Staatspräsident teilnehmen wird. Einige Wochen später feiert Frankreich in Paris den 10. Jahrestag des Klimaschutzübereinkommens von Paris, das am 12. Dezember 2015 angenommen wurde.
Den 1,5-Grad-Pfad einhalten: eine globale Priorität
10 Jahre nach dem Übereinkommen von Paris ist die Bilanz alarmierend: die Schwelle von 1,5 °C Erderwärmung ist stärker denn je bedroht. Jedes Zehntelgrad mehr verschärft die Klimakatastrophen und beeinträchtigt die weltweite Stabilität.
Frankreich, auch mit der Stimme der EU, spricht sich dafür aus, dass die COP30 genutzt wird, um:
*- einen Beschluss zu fassen über die Reduzierung von Treibhausgasemissionen, welcher die Möglichkeiten festlegt, um die Bemühungen für Treibhausgaseinsparungen kollektiv zu verstärken, indem insbesondere die Umsetzung des historischen Beschlusses der COP28 zum stufenweisen Ausstieg aus der Nutzung fossiler Energien beschleunigt wird;
*- eine stärkere Mobilisierung sämtlicher Akteure (internationale Organisationen, multilaterale Banken, privater Sektor, Städte, Regionen, …) sowie konkrete Lösungen zu fördern, welche die einzelstaatliche Umsetzung der Verpflichtungen der Länder und die internationale Zusammenarbeit für den Klimaschutz verstärken.
Die Anpassung an den Klimawandel vorantreiben
Die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels muss für die Bevölkerungen zu einer Realität werden. Frankreich sieht ein Drittel seiner Mittel zur Klimafinanzierung für Anpassungsmaßnahmen vor..
Hinsichtlich der Anpassung konzentriert sich Frankreich vorrangig auf diejenigen Länder und Bevölkerungen, die am stärksten durch den Klimawandel gefährdet sind, und achtet ganz besonders auf Aspekte im Zusammenhang mit Geschlecht, sozialer Inklusion und Menschenrechten.
Die Auswirkungen des Klimawandels möglichst gering halten
Frankreich engagiert sich in vollem Umfang dafür, den Ländern bei der Bewältigung der Auswirkungen des Klimawandels zu helfen und die Bevölkerungen zu schützen. Auf der COP21 brachte Frankreich die Initiative Climate Risk and Early Warning Systems (CREWS) auf den Weg, die darauf abzielt, den Bevölkerungen durch Frühwarnungen zu helfen. Mehr als 111 Millionen Menschen auf der ganzen Welt sind mithilfe von CREWS besser geschützt.
Außerdem unterstützt Frankreich den Fonds zum Umgang mit Verlusten und Schäden, dessen erste Projekte 2026 anlaufen sollen, dank der Mobilisierung des französischen Co-Vorsitzes seit der Lancierung des Fonds im März 2024.
Alle Akteure rund um die Lima-Paris-Aktionsagenda mobilisieren
Die Mobilisierung von nichtstaatlichen Akteuren – Unternehmen, Gebietskörperschaften, Wissenschaftler, wohltätige Organisationen –, ist von ausschlaggebender Bedeutung, um die Ambition und die Transparenz der Klimaverpflichtungen zu verstärken.
Die Klimawissenschaft, auf welche die jüngsten Berichte des Weltklimarats verweisen, muss weiterhin als Richtschnur für die Entscheidungen fungieren. Frankreich betont erneut die Notwendigkeit, die wissenschaftliche Forschung vor Desinformation zu schützen und sich auf solide Daten zu stützen, um Maßnahmen zu ergreifen.
Klima und Biodiversität verknüpfen
Der Schutz der Wälder und des Ozeans, die als natürliche CO2-Senken unentbehrlich sind, hat weiterhin höchste Priorität. Frankreich spricht sich für eine Verstärkung der Zusammenarbeit bezüglich der drei weltweit größten Regenwaldregionen aus und begrüßt das bevorstehende Inkrafttreten des Hochseevertrags (BBNJ-Übereinkommen), der die Einrichtung von Meeresschutzgebieten in Hochseegewässern ermöglichen wird.
An der Seite Brasiliens engagiert sich Frankreich für eine ambitionierte COP30
Frankreich und die Europäische Union stehen an der Seite Brasiliens, um die COP30 in Belém zu einem gemeinsamen Erfolg zu machen. Zusammen treten sie für einen starken, gerechten und wirksamen Multilateralismus ein, denn dieser ist unerlässlich, um den globalen klimatischen Herausforderungen zu begegnen.
10 Jahre nach dem Übereinkommen von Paris ist Frankreich nach wie vor entschlossen, die Umsetzung der Verpflichtungen zu beschleunigen und gemeinsam mit seinen Partnern eine nachhaltige und solidarische Umweltplanung zu erarbeiten.
Label zum 10. Jahrestag des Pariser Übereinkommens
Anlässlich des 10. Jahrestages des Übereinkommens von Paris am 12. Dezember 2025 haben Frankreich, Brasilien und die Vereinten Nationen ein neues Label ins Leben gerufen.
Es ist weltweit gültig und allumfassend. Ziel ist es, ein Zeichen zu setzen für diese 10 Jahre globaler Klimaschutzmaßnahmen und die Akteure zu immer mehr Geschlossenheit und gemeinsamem Engagement anzuregen.
Dieses Label unterstützt Veranstaltungen, die auf der ganzen Welt vor und während der COP30 von Belém organisiert werden und im Zusammenhang mit dem Vermächtnis des Übereinkommens von Paris stehen.
Um eine Veranstaltung anzumelden: Offizielle Website des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC, auf Englisch)