Welternährungstag (16. Oktober 2018)

Anlässlich des Welternährungstags ruft Frankreich in Erinnerung, dass heute 821 Mio. Menschen von Unterernährung und chronischer Ernährungsunsicherheit betroffen sind (siehe Jahresbericht „The State of Food Security and Nutrition in the World 2017" der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, FAO).

Im Einklang mit den Schlussfolgerungen des Interministeriellen Komitees für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (CICID) vom 8. Februar dieses Jahres wird Frankreich insbesondere in Afrika und in erster Linie in der Sahelzone durch eine Verbesserung der Ernährung der Bevölkerungen sowie gebiets- und sektorbezogene Ansätze verstärkt die integrative ländliche Entwicklung und die bäuerliche Landwirtschaft unterstützen. Auf multilateralen Wegen verstärkt Frankreich insbesondere seine Unterstützung der FAO, besonders was die Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel, die Beschäftigung junger Menschen im ländlichen Raum und die Resilienz der Bevölkerungen in der Sahelzone betrifft, sowie des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen beim Kampf gegen Ernährungsunsicherheit durch seine Einsätze in der Sahelzone und am Horn von Afrika.

Die Beihilfe Frankreichs umfasst insbesondere die Bereitstellung von Mitteln in Höhe von 34 Mio. Euro im Jahr 2018 für die programmierte Nahrungsmittelhilfe (APP). In Senegal unterstützt Frankreich seit mehreren Jahren eine Initiative zur Förderung der Widerstandsfähigkeit ländlicher Gemeinschaften. In Niger wird durch die APP ein Projekt gefördert, mit dem durch die Unterstützung von Schulkantinen und die Rekultivierung angestrebt wird, dass die Gemeinschaften angesichts der Ernährungsunsicherheit widerstandsfähiger werden.

Der Einsatz der französischen Entwicklungsagentur trägt ebenfalls zur dauerhaften Verbesserung der Lage der ländlichen und städtischen Haushalte bei, und zwar durch die Weiterentwicklung der landwirtschaftlichen Systeme zu produktiveren, gerechteren, ökologischeren und gegenüber dem Klimawandel und anderen Risiken widerstandsfähigeren Praktiken sowie durch eine bessere Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Ernährung und die Gesundheit. Die französische Entwicklungsagentur trägt zur Erreichung dieser Ziele bei, indem sie eine intensivere Agrarökologie und die Gestaltung nachhaltiger Agrarlandschaften fördert. Im Jahr 2016 beliefen sich die von der Entwicklungsagentur für die Ernährungssicherheit in Subsahara-Afrika bereitgestellten Mittel auf 603 Mio. Euro.

Frankreich ermutigt die Entwicklungsakteure sich für den Rückgang der Ernährungsunsicherheit und der Mangelernährung, wovon weltweit jede neunte Person betroffen ist, einzusetzen. Aus dem letzten Jahresbericht der FAO geht hervor, dass es einen Zusammenhang zwischen der Klimavariabilität/den Klimaextremen und dem zunehmenden Hunger und demnach zwischen der Ernährungsunsicherheit und dem Klimawandel gibt. Vor diesem Hintergrund ruft Frankreich dazu auf, in den gemeinsamen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel nicht nachzulassen.

Nächsten Monat wird Frankreich eine neue internationale Strategie für Ernährungssicherheit annehmen.