Unterzeichnung eines Abkommens zwischen Frankreich und der internationalen Organisation für Migration über die Aufnahme von hundert jesidischen Frauen in Frankreich (10 Mai 2019)

Frankreich und die Internationale Organisation für Migration (IOM) unterzeichneten heute ein Abkommen über die Aufnahme von jesidischen Frauen in Frankreich. Das Abkommen wurde von Éric Chevallier, Leiter des Krisen- und Unterstützungszentrums des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten, und Sara Abbas, Leiterin von IOM Frankreich, im Beisein von der Friedensnobelpreisträgerin 2018, Nadia Mourad, unterzeichnet.

Am 19. Dezember 2018 waren 16 erste jesidische Frauen und ihre Kinder bei einer durch das Krisen- und Unterstützungszentrum des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten koordinierten und finanzierten Aktion und in Zusammenarbeit mit dem Ministerium des Innern und dem Französisches Amt für den Schutz der Flüchtlinge und Staatenlosen aufgenommen worden. Insgesamt wird Frankreich im Rahmen dieses Sonderaufnahmeprogramms etwa hundert jesidische Frauen und ihre Kinder aufnehmen.

Die Unterzeichnung dieses Abkommens kommt dem Engagement des französischen Staatspräsidenten gegenüber der Friedensnobelpreisträgerin 2018, Nadia Mourad, hundert jesidische Frauen und ihre Kinder, die direkte oder indirekte Opfer von Daesch sind, aufzunehmen. Frankreich sichert ihnen Schutz, Sicherheit, Bildung und medizinisch-sozialen Beistand zu. Dieses Vorgehen ist Teil der Bereitschaft Frankreichs, gemeinsam mit den irakischen Behörden Aufnahmestrukturen für die Opfer ethnischer und religiöser Gewalt in Irak einzurichten. Parallel dazu führt Frankreich Maßnahmen für diese Bevölkerungsgruppen in Irak zur Wiederherzustellen guter Lebensbedingungen vor Ort durch.