Erklärung von Jean-Yves Le Drian – Globale Partnerschaft für Bildung – Eröffnung eines Büros in Paris (14. Juni 2019)

Ich begrüße die am 13. Juni in Stockholm getroffene Entscheidung des Verwaltungsrats der Globalen Partnerschaft für Bildung, ein europäisches Büro in Paris zu eröffnen. Frankreich ist stolz, einen Teil des Teams der Globalen Partnerschaft für Bildung, die sich entscheidend dafür einsetzt, dass den Kindern in den Partnerländern, insbesondere in den ärmsten und in den von Konflikten betroffenen Ländern, eine hochwertige Grundbildung geboten werden kann und Mädchen der gleiche Zugang zu Bildung gewährt wird, willkommen zu heißen.

Dieses Büro, das in den Räumlichkeiten der Weltbank in Paris untergebracht werden soll, wird die Synergien zwischen den internationalen Organisationen, die in Paris angesiedelt und im Bildungsbereich tätig sind, darunter insbesondere die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), aber auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und die internationale Organisation der Frankophonie (OIF), vorantreiben. Das Büro wird außerdem zu einer Annäherung zwischen der Globalen Bildungspartnerschaft und ihren Partnern, in erster Linie in Afrika und in Asien, beitragen.

Diese Ankündigung kurz vor dem gemeinsamen Treffen der Entwicklungs- und Bildungsminister der G7 am 4. und 5. Juli 2019 in Paris spiegelt die prioritäre Bedeutung wider, die Frankreich den Herausforderungen hinsichtlich des Zugangs für alle zu hochwertiger Bildung, wie in den Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung verankert, im Rahmen seines internationalen Vorgehens beimisst. Diese prioritäre Stellung kommt ebenfalls in der verstärkten finanziellen Unterstützung zum Ausdruck. Bei der Konferenz der Globalen Partnerschaft für Bildung im Februar 2018 in Dakar, die gemeinsam vom französischen Staatspräsidenten und seinem senegalesischen Amtskollegen geleitet wurde, hob Frankreich seinen Beitrag zur globalen Partnerschaft für Bildung um das Zehnfache an, was einer Bereitstellung von Mitteln in Höhe von 200 Mio. Euro entspricht. Zudem erhöht Frankreich seine bilaterale Unterstützung für Bildungsprojekte, vor allem für junge Mädchen und in fragilen Ländern, wie beispielsweise in der Sahelzone.