Entwicklung – Welttoilettentag (19. November 2018)

Seitdem die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Zugang zu Trinkwasser und zu sanitären Anlagen 2010 zu einem Menschenrecht erklärt hat, setzt sich die internationale Gemeinschaft für eine sanitäre Grundversorgung als bedeutendes Ziel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung ein.

In diesem Rahmen will Frankreich dazu beitragen, dass alle Menschen zu erschwinglichen Preisen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Auf Antrag des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten bewilligte die Französische Entwicklungsagentur (Agence française de développement) 2017 die Genehmigung für Finanzmittel in Höhe von 1,2 Milliarden Euro für den Bereich Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in anderen Ländern, doppelt so viel wie 2014.

Frankreich wird in den kommenden Monaten seine internationale Strategie für den allgemeinen Zugang zu Trinkwasser und sanitären Einrichtungen vorstellen. Diese wird unter Federführung des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten von sämtlichen französischen Akteuren aus dem Bereich der Wasserversorgung in einem transparenten und niemanden ausschließenden Verfahren erarbeitet.

Weltweit nutzen zurzeit etwa 1,8 Milliarden Menschen durch Fäkalien verunreinigtes Wasser und täglich sterben 1000 Kinder an Krankheiten, die durch bessere Sanitär- und Hygienebedingungen leicht zu vermeiden wären. In den Entwicklungsländern geraten 80 % der Abwässer ungereinigt direkt ins Meer oder in Flüsse.