Vereinte Nationen – Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (25. November 2018)

Anlässlich des 19. Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November setzt sich Frankreich erneut entschlossen dafür ein, dass die internationale Gemeinschaft Gewalt gegen Frauen in all ihren Erscheinungsformen bekämpft und beseitigt.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern, die der französische Staatspräsident zu einem Hauptanliegen seiner Amtszeit gemacht hat, wird 2019 ein wichtiger Bestandteil von Frankreichs Außenpolitik im Rahmen seines Vorsitzes in der G7 und im Ministerkomitee des Europarats stehen. Gemeinsam mit seinen europäischen und internationalen Partnern wird Frankreich eine Initiative starten, mit der zur weltweiten Annahme des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt aufgerufen werden soll.

Frankreich setzt sich im Rahmen der Vereinten Nationen weiterhin aktiv für dieses Anliegen ein. Auf Initiative Frankreichs und der Niederlande hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen diese Woche zum ersten Mal eine Resolution angenommen, in der die weltweite Beseitigung sexueller Belästigung gefordert wird. Ebenfalls auf Initiative Frankreichs ist die erste „Gruppe der Freunde“ mit dem Ziel der Beseitigung sexueller Belästigung entstanden, die zwei Monate nach ihrer Gründung bereits 30 Mitglieder zählt.

Frankreich ruft erneut dazu auf, der Straflosigkeit der für diese Art von Gewalt verantwortlichen Täter eine Ende zu setzen. In 37 Ländern werden Vergewaltigungen weiterhin strafrechtlich nicht verfolgt, wenn der Täter mit dem Opfer verheiratet ist oder dieses anschließend heiratet.

Frankreich ruft darüber hinaus alle Staaten erneut dazu auf, das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau zu ratifizieren und vollständig umzusetzen.

Gewalt gegen Frauen gibt es in allen Ländern und in allen Gesellschaften, zu Hause, in der Schule, auf der Straße, bei der Arbeit und im Internet. 2014 waren in der EU zwischen 45 und 55 % aller Frauen ab 15 Jahren bereits von sexueller Belästigung betroffen gewesen. Diese Art von Gewalt stellt heutzutage eine der weltweit am meisten verbreiteten und am tiefsten verwurzelten Verletzungen der Menschenrechte dar. So wird jede dritte Frau oder Mädchen im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt, 2012 starb jede zweite getötete Frau aufgrund von Gewalt durch ihren Partner oder einen Familienangehörigen. In Frankreich stirbt jeden dritten Tag eine Frau aufgrund von Gewalt in der Ehe.

In Konfliktzeiten sind vor allem Frauen Opfer dieser Art von Gewalt, die auch in Friedenszeiten zu oft verharmlost und nicht bestraft wird. Solche Gewalt ist ein andauerndes Hindernis für die menschliche und wirtschaftliche Entwicklung, für den Zugang von Frauen zum Arbeitsmarkt und ganz allgemein für eine Verminderung der Ungleichbehandlung von Frauen und Männern.

Um die internationalen Bemühungen zur Beseitigung dieser Art von Gewalt zu stärken, unterstützt Frankreich die UN-Initiative „Orange the World: #HearMeToo“, durch die mehr Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt werden soll.

Eine aus diesem Anlass verbreitete Videografik finden Sie unter (auf Französisch)