Syrien – Frankreichs Reaktion auf die dringenden Bedürfnisse in al-Haul – Erklärung von Jean-Yves Le Drian, Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten (1. April 2019)

Frankreich hat sich nachhaltig gegenüber den Bevölkerungen im Nordosten Syriens, insbesondere gegenüber den Geflüchteten und Vertriebenen, verpflichtet. So unterstützen wir seit 2017 die humanitären Maßnahmen in den Lagern und Camps für Vertriebene. Im Rahmen des Notfallprogramms in Höhe von 50 Mio. Euro für Syrien haben wir über 12 Mio. Euro für die Unterstützung dieser besonders bedürftigen Bevölkerungsgruppen bereitgestellt.

Seit Dezember 2018 ist der Bedarf aufgrund der Vertreibung in den Nordosten Syriens tausender Menschen, hauptsächlich Frauen und Kinder, gestiegen. Angesichts des Ausmaßes der humanitären Krise habe ich die Stärkung unseres Einsatzes in den Lagern der Region, und insbesondere im Lager in al-Haul, in dem aktuell 70 000 Menschen in besonders schwierig Verhältnissen leben, beschlossen.

In diesem Zusammenhang wird Frankreich die humanitären NRO in den Camps und informellen Lagern der Region und insbesondere in al-Haul sofort verstärkt unterstützen, indem wir den Bevölkerungsgruppen Zelte, lebensnotwendige Güter, Nahrungsmittelhilfen und Zugang zu Wasser bereitstellen, und zwar in Höhe von insgesamt 500 000 Euro. Darüber hinaus sollen der NRO „Un Ponte Per“ weitere Mittel in Höhe von 500 000 Euro zugutekommen, damit diese den Betrieb der beiden 2017 durch Frankreich eingerichteten und unterstützen Gesundheitszentren im Lager in al-Haul, in denen monatlich bereits über 2000 Behandlungen durchgeführt werden, stärken kann.

Ich habe also die Bereitstellung und Umschichtung von insgesamt fast einer Million Euro für humanitäre Maßnahmen in den Camps und Lagern für Vertriebene und Geflüchtete im Nordosten Syriens beschlossen. Dadurch sollen menschenwürdige Bedingungen für diese Bevölkerungsgruppen geschaffen werden.