Internationale Konferenz zur Hilfe und Unterstützung Beiruts und des libanesischen Volks - Abschlusserklärung (Fort de Brégançon - 9. August 2020)

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Als unmittelbare Reaktion auf die Explosion in Beirut am 4. August und zur Bewältigung ihrer Folgen fand auf Einladung des Präsidenten der Französischen Republik und des Generalsekretärs der Vereinten Nationen am 9. August die virtuelle „Internationale Konferenz zur Hilfe und Unterstützung Beiruts und des libanesischen Volks“ statt.

Zu dieser Konferenz kamen Ägypten, Australien, Belgien, Brasilien, China, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irak, Italien, Japan, Jordanien, Kanada, Katar, Kuwait, Libanon, Norwegen, die Niederlande, Saudi-Arabien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Vereinigten Arabischen Emirate, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten von Amerika, Zypern, die Europäische Union, die Vereinten Nationen sowie die Europäische Investitionsbank (EIB), die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), die Weltbank, das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Liga der Arabischen Staaten zusammen.

Die Explosion am 4. August in Beirut, bei der die Stadt im Herzen getroffen wurde, war ein Schock für das libanesische Volk sowie für alle Freunde und Partner Libanons im Ausland. Die Teilnehmer der heutigen Konferenz haben ihre Solidarität mit Libanon zum Ausdruck gebracht. Ihr tiefes Mitgefühl galt den Einwohnern von Beirut, von denen viele Angehörige und Freunde verloren haben. Allen Verletzten wünschten sie eine schnelle Genesung.

Die Teilnehmer begrüßten außerdem den außerordentlichen Mut der Rettungs-, Sanitäts- und Suchteams sowie der libanesischen und ausländischen Helfer, die in Beirut im Einsatz sind, um den Opfern Hilfe zu leisten und Sofortmaßnahmen zu ergreifen, darunter insbesondere das Libanesische Rote Kreuz sowie der libanesische Zivilschutz.

Die internationale Gemeinschaft, die engsten Freunde und Partner Libanons werden das libanesische Volk nicht im Stich lassen.
Die Teilnehmer haben vereinbart, entschlossen zu handeln, um Beirut und das libanesische Volk dabei zu unterstützen, die Folgen der Tragödie vom 4. August zu überwinden. Sie haben sich darauf geeinigt, in den kommenden Tagen und Wochen bedeutende Mittel zusammenzutragen, um auf die Bedürfnisse Beiruts und des libanesischen Volks einzugehen. Gemäß der Beurteilung der Vereinten Nationen besteht insbesondere ein Bedarf in den Bereichen Medizin und Gesundheit, Bildung, Nahrungsmittelhilfe und Wiederaufbau, denen die internationale Soforthilfe vorrangig zugutekommen soll.

Die Teilnehmer haben beschlossen, eine beachtliche Unterstützung zu leisten, die mit den Bedürfnissen des libanesischen Volks übereinstimmt, unter der Leitung der Vereinten Nationen koordiniert und der libanesischen Bevölkerung direkt auf transparente und wirksame Weise zur Verfügung gestellt wird.
Eine unparteiische, glaubwürdige und unabhängige Ermittlung der Ursachen der Explosion vom 4. August ist sofort notwendig und auf Ersuchen von Libanon verfügbar.

Über die Soforthilfe hinaus sind die Teilnehmer bereit, die wirtschaftliche und finanzielle Erholung Libanons zu unterstützen, die voraussetzt, dass sich die libanesischen Behörden im Rahmen einer Stabilisierungsstrategie uneingeschränkt zu den sofortigen und grundlegenden Reformen verpflichten, die von der libanesischen Bevölkerung gefordert werden.

In diesen schrecklichen Zeiten ist Libanon nicht allein. Die internationale Gemeinschaft und insbesondere die wichtigsten Partner Libanons, die sich mit Frankreich und den Vereinten Nationen versammelt haben, stehen Beirut und dem libanesischen Volk zur Seite. Die Partner Libanons werden weiterhin alles ihnen Mögliche unternehmen, um auf die dringendsten Bedürfnisse Libanons und des libanesischen Volks einzugehen.