Jemen - Pressegespräch des stellvertretenden Pressesprechers (12. November 2018)

F: Seit gestern nehmen die Kämpfe in der Stadt Hodeidah zu. Wie reagieren Sie darauf?

A: Frankreich ist besorgt über die zunehmenden Kämpfe rund um Hodeidah, die mittlerweile auch in die Stadt selbst vorgedrungen sind. Sie lassen befürchten, dass sich die bereits kritische humanitäre Lage weiter verschlechtern wird und zahlreiche zivile Opfer gefordert werden.

Der Hafen von Hodeidah ist der wichtigste Hafen Jemens: Über ihn werden 85 % der Nahrungsmittelhilfe und Gesundheitsversorgung sowie 70 % der Einfuhren des Landes abgewickelt. Demnach ist es von lebensnotwendiger Bedeutung, den Betrieb dieses Hafens aufrechtzuerhalten. Frankreich ruft gemeinsam mit seinen amerikanischen und britischen Verbündeten zu einem Waffenstillstand auf, sodass die Verhandlungen schnellstmöglich wiederaufgenommen werden können, da nur eine politische Lösung zur dauerhaften Beilegung der Krise in Jemen führen kann.

Der Sonderbeauftrage der Vereinten Nationen für Jemen setzt seine Vermittlungstätigkeiten fort, um so bald wie möglich mit den nächsten Friedensgesprächen beginnen zu können. Wie auch seine Partner unterstützt Frankreich diese Bemühungen.