Ägypten - F&A - Auszüge des Pressegespräches der Pressesprecherin (16. Januar 2019)

F - Sie haben den Deutsch-Französischen Preis für Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit an Mohamed Lofty, den Leiter einer Nichtregierungsorganisation, die sich gegen das gewaltsame Verschwindenlassen einsetzt, verliehen. Sein Ersuchen um eine Begnadigung durch den Präsidenten für seine Frau Amal Fathy (die aufgrund der Anprangerung von sexueller Belästigung ihr gegenüber zu 2 Jahren Haft verurteilt wurde) blieb unbeachtet. Haben Sie in Anbetracht der strategischen Partnerschaft zwischen Frankreich und Ägypten das Ersuchen dieses Menschenrechtsaktivisten im Gespräch mit den ägyptischen Behörden unterstützt?

A - Wir verfolgen die Lage von Amal Fathy mit Aufmerksamkeit und haben uns, gemeinsam mit bestimmten insbesondere europäischen Partnern, bei den ägyptischen Behörden für ihre Angelegenheit eingesetzt. Wir stehen in engem Kontakt mit ihrem Ehemann, Mohamed Lofty.

Wir bringen die Frage der Menschenrechte direkt und ehrlich mit den ägyptischen Behörden zur Sprache. In diesem Rahmen äußern wir uns zu einer Reihe von individuellen Fällen. Wir bemühen uns, Ergebnisse zu erlangen.

Frankreich macht sich weltweit im Kampf gegen Gewalt an Frauen stark und unterstützte 2018 die erste Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen zur Beseitigung von sexueller Belästigung.