Armenien - Frankreich startet strukturierte Hilfsmaßnahmen für die vom Bergkarabach-Konflikt betroffene armenische Bevölkerung (22.November 2020)

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© Jonathan Sarago / MEAE

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Auf Ersuchen des französischen Staatspräsidenten und des Ministers für Europa und auswärtige Angelegenheiten unternimmt Frankreich strukturierte Anstrengungen, um der vom Konflikt in Bergkarabach betroffenen armenischen Bevölkerung Hilfe zu leisten. An den Hilfsmaßnahmen, die von einem Lenkungsausschuss des Krisen- und Unterstützungszentrum des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten koordiniert werden, sind der Staat, die Wohlfahrtverbände für Armenien, die humanitären Organisationen innerhalb der Koordinierungsplattform „Coordination Sud“, Unternehmensstiftungen und Krankenhäuser beteiligt. Sie sind in drei Schwerpunktbereiche gegliedert:

1/ Nach den ersten Notfallmaßnahmen der vergangenen Wochen, die insbesondere die Entsendung von Chirurgen und medizinisch-chirurgischen Ausrüstungen nach Armenien beinhalteten, werden nun mehrere humanitäre Flüge durchgeführt. Ein erstes Frachtflugzeug, das vom Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten gechartert wurde, ist heute Nachmittag in Eriwan gelandet. An Bord befanden sich von den französischen Behörden bereitgestellte Hilfsgüter: medizinische Notfallausrüstungen, darunter eine mobile Krankenstation zur Versorgung von über 500 Personen, aber auch Decken und Hygienekits, die an die vom Konflikt betroffenen Menschen verteilt werden sollen.

Ein zweites Flugzeug ist bereits für den 27. November vorgesehen. Dieses wird staatliche Mittel, Spenden, die von den Wohlfahrtverbänden für Armenien, wie insbesondere die Aznavour-Stiftung und die Armenische Allgemeine Wohltätigkeitsunion, gesammelt wurden, sowie humanitäre Hilfsgüter von humanitären Organisationen und Unternehmensstiftungen transportieren.

2/ Anknüpfend an die verschiedenen medizinischen Hilfseinsätze, die seit Oktober durchgeführt wurden, umfasst der zweite Schwerpunktbereich die Stärkung der Zusammenarbeit der Krankenhäuser der beiden Länder. Diese soll durch die finanzielle Unterstützung seitens des Ministeriums für Europa und auswärtige Angelegenheiten erleichtert werden. In Frankreich wurden bereits verschiedene öffentliche Gesundheitseinrichtungen und Krankenhausverbunde (Paris, Marseille, Lyon) mobilisiert.

3/ Der dritte Schwerpunktbereich zielt auf die Unterstützung von Projekten humanitärer Organisationen oder der Agenturen der Vereinten Nationen in Armenien ab. Frankreich wird diese Strukturen, die vor Ort im Einsatz sind, direkt finanziell unterstützen.
Schließlich werden die Gebietskörperschaften, von denen einige bereits aktiv in die Unterstützung von Projekten in Armenien involviert sind, aufgerufen, einen Beitrag zu den drei Schwerpunktbereichen dieser Hilfe zu leisten.
Mit diesen humanitären Hilfsmaßnahmen wird auf die Notsituation eingegangen, die aufgrund der Folgen des Konflikts in Bergkarabach seit einigen Wochen vorherrscht.

Frankreich setzt sich darüber hinaus im Rahmen seiner Rolle als Ko-Vorsitzender der Minsk-Gruppe der OSZE mit Russland und den Vereinigten Staaten weiterhin aktiv dafür ein, eine dauerhafte Beilegung dieses Konflikts zu erreichen.