Ebola-Epidemie – Ernennung eines Sondergesandten (16.07.19)

Die aktuelle Epidemie der Ebola-Viruskrankheit im Osten der Demokratischen Republik Kongo ist nach jener 2014 in Westafrika die schlimmste, die weltweit verzeichnet wurde. Trotz der Bemühungen der kongolesischen Autoritäten und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird das Vorgehen gegen die Epidemie durch mehrere Faktoren, darunter die schwierige Sicherheitslage vor Ort, erschwert.

Angesichts dieser äußerst besorgniserregenden Situation ist Frankreich entschlossen, verstärkt zu den internationalen Anstrengungen beizutragen. Anlässlich seines Besuchs in der Demokratischen Republik Kongo am 20. Mai dieses Jahres hatte der Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, Jean-Yves Le Drian, die Neubelebung einer langfristigen bilateralen Partnerschaft angekündigt, bei der ein Schwerpunkt auf Gesundheit und in erster Linie auf die Bekämpfung von Ebola gelegt werden soll. In diesem Rahmen ernannte der Minister den Professoren Yves Lévy zum Sondergesandten für die Steuerung und Überwachung der französischen Reaktion in all ihren Dimensionen. Im Vordergrund stehen dabei eine verstärkte Unterstützung für die Nichtregierungsorganisationen, die vor Ort im Einsatz sind, die Entwicklungsaktionen und die unterstützenden Maßnahmen in den Bereichen Wissenschaft und Forschung, die in Zusammenarbeit mit sämtlichen betroffenen französischen Ministerien und Organsimen unternommen werden, sowie die Fortsetzung unserer Unterstützung des Gesundheitssektors in der Demokratischen Republik Kongo.

Professor Yves Lévy, anerkannter Experte für Immunologie und früherer Generaldirektor des französischen Instituts für Gesundheitswesen und medizinische Forschung (INSERM), wird diese Aufgabe ehrenamtlich ausüben.