Vereinte Nationen - Gespräch des Ministers mit dem Hohen Flüchtlingskommissar Fillipo Grandi (Paris, 13. Juli 2018)

Slideshow - Jean-Yves Le Drian et Filippo Grandi, (...)

Jean-Yves Le Drian et Filippo Grandi, Haut-commissaire pour les Réfugiés des Nations Unies

© Photos : F.de La Mure/MEAE

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Jean-Yves Le Drian et Filippo Grandi, Haut-commissaire pour les Réfugiés des Nations Unies

© Photos : F.de La Mure/MEAE

Der Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten Jean-Yves Le Drian tauschte sich am 13. Juli mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, Filippo Grandi, aus.

Ihr Gespräch fand in einem Kontext statt, in dem das Hohe Flüchtlingskommissariat und die internationale Gemeinschaft aufgrund der in ihrem Ausmaß auf der Welt beispiellosen Vertreibung von Bevölkerungen (68,5 Millionen Vertriebene gegenüber 38 Millionen vor zehn Jahren) vor großen Herausforderungen steht.

Der Staatspräsident erinnerte vor kurzem an unser Eintreten für das Asylrecht, unsere Bereitschaft zu einer europäischen Politik der Solidarität und unsere Aufforderung zu einer operativen Umsetzung der jüngsten Schlussfolgerungen des Europäischen Rates. Jean-Yves Le Drian hob hervor, wie wichtig es vor diesem Hintergrund sei, die Prinzipien der Menschlichkeit, der Anwendung der Regelungen des Völkerrechts und der Pragmatik einzuhalten.

Der Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten rief in Erinnerung, dass das Hohe Flüchtlingskommissariat ein wichtiger Partner Frankreichs und die erste internationale Institution ist, der die humanitäre Hilfe Frankreichs zugutekommt (34,8 Mio. Euro im Jahr 2017, 32,8 Mio. Euro im Jahr 2018). Er wies darauf hin, dass der Einsatz Frankreichs für den Schutz von Flüchtlingen ebenfalls - im Einklang mit den vom Staatspräsidenten eingegangenen Verpflichtungen - durch die Wiederansiedlung von Flüchtlingen in Frankreich und durch unsere Bemühungen, Sanktionen seitens der Vereinten Nationen gegen Schleuser und Menschenhändler zu erreichen, Schleusernetze zu zerstören und schwere Menschenrechtsverletzungen zu beheben, fortgesetzt werde. Jean-Yves Le Drian unterstrich insbesondere die Bedeutung, die Frankreich der Zusammenarbeit in bestimmten Staaten der Sahelzone mit dem Flüchtlingskommissariat sowie der internationalen Organisation für Migration zur Milderung des Leidens von Migranten und Flüchtlinge beimisst.

Bei dem Austausch konnten außerdem die kommenden internationalen Termine in diesem Bereich sowie die Vollendung des auf Initiative des Hohen Flüchtlingskommissariats hin erarbeiteten globalen Pakts für Flüchtlinge zur Sprache kommen. Der Minister begrüßte die Beratungen, die das Flüchtlingskommissariat durchgeführt hatte, um dieses Ergebnis zu erreichen und die Neugestaltung der Reaktion der internationalen Gemeinschaft zur Unterstützung von Flüchtlingen und den Aufnahmeländern zu ermöglichen.

Jean-Yves Le Drian erinnerte schließlich daran, dass Frankreich den Projekten des Flüchtlingskommissariats und all den Initiativen, die Menschen, die insbesondere in Syrien und Libyen vor bewaffneten Konflikten flüchten, zur Hilfe kommen weiterhin eine besondere Aufmerksamkeit schenken werde. Frankreich wird sich auch zukünftig dafür einsetzen, Lösungen für die Krisen zu finden, dessen dramatische Konsequenz die Vertreibung von Zivilbevölkerungen ist.