Generation Equality Forum (2021)

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Das Generation Equality Forum ist die wichtigste feministische globale Zusammenkunft der letzten Jahre. Das Forum wurde von UN Women initiiert und wird gemeinsam von Frankreich und Mexiko und in Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft und der Jugend ausgerichtet.

Nach seinem Auftakt im März 2021 in Mexiko-Stadt wird das Forum vom 30. Juni bis 2. Juli in Paris seinen Höhepunkt erreichen. Staats- und Regierungschefs, internationale Organisationen, aber auch Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft, der Jugend und der Privatwirtschaft werden bei dieser Gelegenheit zusammentreffen.

25 Jahre nach der Verabschiedung der Pekinger Erklärung und Aktionsplattform

Die Pekinger Erklärung und Aktionsplattform wurde vor 25 Jahren im Zuge der Vierten Weltfrauenkonferenz der Vereinten Nationen verabschiedet. Heute bildet sie den vollständigsten Rahmen, um die Ermächtigung von Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter zu erreichen. Beim Generation Equality Forum soll der „Global Acceleration Plan for Gender Equality“ auf den Weg gebracht und konkrete und ehrgeizige Verpflichtungen eingegangen werden, um die Gleichstellung der Geschlechter in den kommenden fünf Jahren weiter voranzubringen.
Das Forum wird in Form eines Hybrid-Events stattfinden:

  • vor Ort eine Eröffnungszeremonie mit Staatspräsident Emmanuel Macron (Präsenzveranstaltung),
  • 90 Veranstaltungen auf einer digitalen Plattform mit Beiträgen von nahezu 500 Persönlichkeiten. Sämtliche betroffene Akteure (Zivilgesellschaft, staatliche Einrichtungen, Gebietskörperschaften, internationale Organisationen, Privatwirtschaft, philanthropische Stiftungen, Medien, Universitäten, Jugend) werden am Forum teilnehmen, da die Gleichstellung von Frauen und Männern ein Thema ist, das alle betrifft. Ziel ist es, generationsübergreifende und langfristige Multi-Stakeholder-Partnerschaften zu schließen, die das Eingehen von Verpflichtungen und Aktionen auf globaler Ebene zu zentralen Fragen in Hinblick auf die Gleichstellung von Frauen und Männern begünstigen.

Hin zu konkreten Fortschritten: die Aktionsbündnisse des Generation Equality Forums in Paris

Sechs Aktionsbündnisse („Action Coalitions“) sollen beim Generation Equality Forum im Juli 2021 auf den Weg gebracht werden. Wie während der französischen G7-Präsidentschaft werden im Rahmen dieser Multi-Stakeholder-Partnerschaften Regierungen, die Zivilgesellschaft und die Privatwirtschaft zusammengebracht, um innerhalb der kommenden fünf Jahre konkrete, messbare Ergebnisse einzuholen. Dabei sollen die folgenden Themenbereiche behandelt werden:

-* Geschlechtsbasierte Gewalt

  • Wirtschaftliche Gerechtigkeit und Rechte
  • Selbstbestimmung über den eigenen Körper sowie sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte
  • Feministisches Handeln für Klimagerechtigkeit
  • Technologie und Innovation im Dienste der Gleichstellung von Frauen und Männern
  • Feministische Bewegungen und Führung

Diese Themenbereiche wurden von UN Women in enger Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft sowie Mexiko und Frankreich ausgearbeitet.

Seit dem 19. April 2021 wurden bereits nahezu 100 „Leaders“ der Aktionsbündnisse bekanntgegeben. Ihre Aufgabe ist es, einen Aktionsplan ihrer jeweiligen Bündnisse auszuarbeiten und für die Umsetzung der Verpflichtungen bis 2026 Sorge zu tragen. Am 8. März 2021 haben die „Leaders“ der Aktionsbündnisse einen Überblick über die Aktionen veröffentlicht, die offiziell in Paris gestartet werden. Ihnen werden sich beim Forum sogenannte „Commitment Makers“ anschließen, die legislative, finanzielle, programmatische oder Advocacy-Verpflichtungen zugunsten der Gleichstellung von Frauen und Männern eingehen. Frankreich ist einer der „Leader“-Staaten des Aktionsbündnisses „Selbstbestimmung über den eigenen Körper sowie sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“ und wird in den kommenden Monaten all seine Partner mobilisieren, um den Erfolg dieses historischen Treffens zu gewährleisten. Weitere französische Initiativen in den Bereichen Gesundheit, Sport und Kultur werden ins Leben gerufen.

Die Gesundheitskrise hatte weitaus bedeutendere Auswirkungen auf Frauen und Mädchen, weshalb die Konsequenzen der Pandemie für die Gleichstellung von Frauen und Mädchen in den Arbeiten der Aktionsbündnisse des Forums in vollem Umfang berücksichtigt wird.
20 Jahre nach der historischen Annahme der Resolution 1325 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen zu Frauen, Frieden und Sicherheit soll beim Generation Equality Forum ein Überwachungsmechanismus der Agenda, der „Pakt für Frauen, Frieden, Sicherheit und humanitäre Hilfe“ („Compact for Women, Peace and Security and Humanitarian Action“) initiiert werden. Dieser Mechanismus wird die sechs Aktionsbündnisse des Generation Equality Forums ergänzen und Synergien ermöglichen.

Weitere Informationen über die Aktionsbündnisse:

Bewerbungen als Commitment Maker: https://commitments.generationequality.org/en/home

Anmeldung zum Forum (Öffentlichkeit & Medien): https://forumgenerationegalite.fr/en/get-involved/register

Soziale Medien: @GenEgaliteFR (Twitter, Facebook, Instagram) und „Forum Génération Egalité“ (LinkedIn und Youtube)

Eröffnung des Generation Equality Forums vom 29. zum 31. März 2021 in Mexiko-Stadt

Das Generation Quality Forum wurde im März 2021 in Mexiko-Stadt eröffnet. Nach drei Tagen Austausch, Aktivitäten und kulturellen Feierlichkeiten wurden die geplanten Programme und Verpflichtungen sowie der „Global Acceleration Plan for Gender Equality“ bekanntgegeben. Die Verpflichtungen der Bündnisse dienen als Vorbereitung auf den zweiten Teil des Forums (geplant vom 30. Juni bis zum 2. Juli 2021 in Paris): dem Schlüsselmoment des Generation Equality Forums. Auch die Jugend und die Zivilgesellschaft, deren Teilnahme das Herzstück des Forums bildet, brachten eine Vision für 2026 und eine gemeinsame feministische Zielorientierung auf den Weg.

Zu dem Forum in Mexiko-Stadt kamen nahezu 13 000 Personen zusammen, darunter 48 % unter 35 Jahren. An der Veranstaltung nahmen über 250 Rednerinnen und Redner aus 85 Ländern teil. Die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die Gleichstellung von Frauen und Männern standen im Mittelpunkt der Besorgnisse. Vor diesem Hintergrund ist es umso notwendiger, konkrete Maßnahmen zu ergreifen und in die Förderung der Rechte von Frauen zu investieren.