Frankreich als wichtiger Akteur der Impfsolidarität

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Die Covid-19-Pandemie hat zum Tod mehrerer Millionen Menschen geführt und das Leben Milliarden weiterer auf den Kopf gestellt. Nur ein weltweit gleichberechtigter Zugang zu Impfstoffen, durch die insbesondere Mitarbeitende des Gesundheitswesens und die am stärksten gefährdeten Menschen geschützt werden, kann die Auswirkungen der Pandemie auf die öffentliche Gesundheit und die Wirtschaft verringern.

Aus diesem Grund hat der französische Staatspräsident seine G7-Partner bereits im Februar 2021 dazu aufgerufen, einen Mechanismus zur Abgabe von Impfstoffdosen einzurichten. Ziel dabei war es, prioritär Pflegekräfte in den afrikanischen Ländern zu impfen. Anlässlich des G7-Gipfels in Carbis Bay im Juni 2021 verpflichtete Frankreich sich, bis Ende 2021 60 Millionen Dosen verschiedener Impfstoffe (AstraZeneca, Pfizer, Janssen, Moderna) zu spenden und wird sich bei der Lieferung dieser größtenteils auf die COVAX-Expertise stützen. Am 25. September 2021 hob der Staatspräsident dieses Ziel auf 120 Millionen Dosen bis Mitte 2022 an.

Was ist COVAX?

Die COVAX-Fazilität wird seit ihrer Gründung im April 2020 von Frankreich unterstützt. Sie dient der Impfstoffentwicklung, soll die Lieferung von Covid-19-Impfstoffen an Länder mit geringem Einkommen ermöglichen und den sogenannten selbstfinanzierten Ländern die Möglichkeit bieten, die Vakzine für sich zu erwerben.

Ziel dieser einzigartigen Initiative ist es, durch die Impfung der prioritären Personen (in einem ausgewogenen Rahmen, der gemeinsam mit der WHO festgelegt wurde) bis Ende 2021 eine Impfabdeckung von mindestens 30 % der Bevölkerung in den Entwicklungsländern zu erreichen. COVAX ist demnach der konkreteste multilaterale Beitrag dazu, die Covid-19-Impfstoffe zu einem echten globalen öffentlichen Gut zu machen.

Eine Maßnahme, die die Wirksamkeit des Multilateralismus aufzeigt

Nur durch das Spenden von Impfstoffdosen können die COVAX-Lieferungskampagnen unterstützt werden. Kurzfristig sind diese Spenden das einzig wirksame Mittel, um die Impfkampagnen weltweit zu beschleunigen und die Entstehung und Ausbreitung neuer Virusvarianten, die die bei der Bewältigung der Pandemie erzielten Fortschritte gefährden, zu bekämpfen.

Frankreich ist Vorreiter dieses Mechanismus der Impfsolidarität und hat bereits im April 2021 mit der Abgabe von Impfstoffdosen begonnen. Für Frankreich müssen die Dosen frühzeitig und in ausreichendem Maße gespendet werden, damit die Impfkampagnen beschleunigt werden können. Vor diesem Hintergrund hat Frankreich bereits über 20 Millionen der zugesagten Dosen Impfstoff vergeben, dessen Lieferungen derzeit laufen.

Frankreich geht dabei in Partnerschaft mit den großen internationalen Gesundheitsorganisationen (WHO, UNICEF und Impfallianz Gavi) aber auch mit regionalen Organisationen wie der Afrikanischen Union (AU) vor. Eine Vereinbarung mit dem African Vaccine Acquisition Trust (Avat) der AU könnte die rasche Lieferung von 10 Millionen Dosen an Länder des afrikanischen Kontinents ermöglichen.