Die Frauen in der Diplomatie

Zum Anlass des Internationalen Frauentags gewährt das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung über eine Reihe an Frauenporträts Einblicke in die historische Entwicklung der Rolle der Frauen in der europäischen und französischen Diplomatie vom 18. Jahrhundert bis heute.

Im ersten Artikel widmet sich Elisabeth Badinter dem 18. Jahrhundert. Damals war es Frauen verboten, als offizielle Botschafterinnen eines Staats zu fungieren. Dies hielt sie jedoch nicht davon ab, in diplomatischen Verhandlungen mitzumischen, sei es im offiziellen Rahmen, wie die Herrscherin Maria Theresia von Österreich, oder privater über Freunde und Familie.

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts hielten Frauen offiziell Einzug in die Diplomatie. Die allererste Botschafterin war die Russin Alexandra Kollontai, die die Sowjetunion 1923 in Norwegen vertrat.

In Frankreich ging es peu à peu voran. 1914 arbeiteten nur wenige Maschinenschreiberinnen im Außenministerium. Ab 1928 durften auch Frauen am Auswahlverfahren teilnehmen, jedoch mit zwei Einschränkungen: Sie durften noch nicht im Ausland tätig sein, und nicht alle Direktionen der Zentralverwaltung standen ihnen offen.

Der zweite Artikel stellt die Vorreiterin Suzanne Borel vor, die erste Frau, die das Auswahlverfahren im Jahre 1930 bestand und Diplomatin wurde.

Der dritte Artikel handelt vom Einzug der Frauen in die höchsten Führungsebenen. Dieser fand in zwei Etappen statt: 1972 wurde Marcelle Campana zur Botschafterin in Panama ernannt, und 1986 wurde Isabelle Renouard zur ersten Direktorin in der Zentralverwaltung.

Der letzte Artikel porträtiert drei Diplomatinnen der heutigen Zeit: Eine Botschafterin, eine Direktorin und eine Generalkonsulin erzählen von ihrer Entscheidung, die diplomatische Laufbahn einzuschlagen, sowie von den Herausforderungen ihrer Funktion und unserer Außenpolitik. Dabei sprechen sie auch an, wie der Stellenwert der Frauen im Ministerium am besten gefördert werden kann.