Das Projekt "Grüne Botschaft"

Das Projekt "Grüne Botschaft" wurde 2015 in Hinblick auf die COP21 ins Leben gerufen und ist ein progressiver und umfassender Ansatz zur Verminderung von Umweltbelastungen der französischen Auslandsvertretungen.

Die Ziele des Projekts "Grüne Botschaft"

  • Stärkung auf internationaler Ebene des vorbildlichen Engagements Frankreichs hinsichtlich Nachhaltiger Entwicklung
  • Verwandlung des diplomatischen Netzwerks in ein Schaufenster des französischen Know-hows
  • Verbesserung der Verwaltung, der Leistungsfähigkeit der Posten und Erzielung von Einsparungen
  • Erreichung der Klimaneutralität im Jahr 2020
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Ruches à l’ambassade de France à Sofia avec un miel servi par la Résidence

Herausforderungen des Projekts "Grüne Botschaft"

Das Netzwerk französischer diplomatischer Vertretungen besteht aus 160 Botschaften, 89 Konsulaten, 133 Konsularabteilungen und 16 Ständigen Vertretungen.
Nach Auswertung betrug die Gesamtmenge der durch die Tätigkeiten des diplomatischen und konsularischen Netzwerks des französischen Außenministeriums verursachten Treibhausgasemissionen 130 000 Tonnen Kohlendioxidäquivalent und setzt sich wie folgt zusammen:

Die Herausforderungen sind vielfältig:

  • Reduzierung der Treibhausgasemissionen
  • Kontrolle des Wasser- und Energieverbrauchs
  • Förderung erneuerbarer Energien
  • Förderung nachhaltiger Beschaffungen
  • Anregung zu nachhaltiger Mobilität
  • Schutz der biologischen Vielfalt und der Umwelt
  • Abfallreduzierung und -trennung
  • Interne und externe Bewusstseinsbildung bezüglich nachhaltiger Entwicklung

Ein Projekt in drei Phasen

Eine grüne Botschaft

Die französische Botschaft in Namibia, eine grüne Botschaft

Dieses Projekt war im Rahmen des "Grüne Botschaft 2017"-Wettbewerbs unter den Finalisten/ hat den großen Preis/ den Jury-Preis/ den Preis "Coup de coeur" erhalten.

Der Wettbewerb wurde vom Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten in Zusammenarbeit mit der französische Agentur für Umwelt und Energiewirtschaft (ADEME) organisiert und zeichnet die besten Umwelt-Initiativen des diplomatischen Netzwerks zwischen dem 1. Januar 2014 und dem 30. April 2017 aus.

Das Projekt in Aktion

Reduzierung der Treibhausgasemissionen

Das Übereinkommen von Paris von 2015 legt das Ziel fest, den weltweiten Temperaturanstieg auf weit unter 2°C zu begrenzen. Im Rahmen des "Grüne Botschaft"-Projekts stellt die Reduzierung von Treibhausgasemissionen des diplomatische Netzwerks ein prioritäres Ziel dar.

Beispiel: Die französische Botschaft in Rom hat 2014 in Zusammenarbeit mit der französischen Agentur für Umwelt und Energiewirtschaft (ADEME) eine Bilanz über ihre Treibhausgasemissionen erstellt. Insbesondere zwei Maßnahmen haben einen Rückgang der Emissionen von 27 % zwischen 2014 und 2015 ermöglicht: die Stromversorgung aus 100 % zertifizierten erneuerbaren Energiequellen und der Umstieg auf LED Beleuchtung.


Kontrolle des Wasser- und Energieverbrauchs

Die Energieversorgung ist die Hauptemissionsquelle des diplomatischen Netzwerks und macht 41 % seiner Treibhausgasemissionen aus. Der Einsatz der Botschaften umfasst die Umsetzung zahlreicher Projekte: Bau von neuen energieeffizienten Gebäuden, Erstellung von Energiebilanzen, Sensibilisierung der Mitarbeiter für umweltfreundliches Handel im Alltag, Erwerb leistungsstarker Ausrüstungen, Einstellung der Geräte usw.

Beispiel: 2010 hat die Botschaft in Washington ein Energieaudit der Gebäude durchgeführt. Auf dieser Grundlage wurden mehrere Maßnahmen ergriffen:

  • Installation einer Software zur Gebäudeleittechnik für eine zentralisierte und automatisierte Steuerung des Energieverbrauchs,
  • Austausch der Beleuchtung durch Stromsparlampen,
  • Installation von Bewegungsmeldern und Zeitschaltern,
  • Errichtung einer Dachbegrünung.
    Dank dieser Bemühungen ist der Stromverbrauch der Botschaft seit 2010 um 30 % gesunken.

Förderung nachhaltiger Beschaffungen

Die Verbreitung umweltbewusster Praktiken durch nachhaltige öffentliche Beschaffungen trägt dazu bei, dass Frankreich, überall wo es vertreten ist, sich als ein Land positioniert, das positiv zum Wandel beiträgt. Die Botschaften rufen Initiativen zur Förderung nachhaltiger Beschaffungen ins Leben: Auswahl zertifizierter biologischer/ regionaler/ saisonaler Erzeugnisse, Schulung der Käufer, Aufnahme von Umweltbestimmungen in die Auftragsvergaben usw.

Beispiel: Die französische Botschaft in London nimmt bereichsübergreifende Maßnahmen bezüglich nachhaltiger Beschaffungen vor

  • und bezieht dementsprechend ihre Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen,
  • verwendet recyceltes Papier für alle Drucker,
  • tauscht ihren Fuhrpark schrittweise durch "saubere" Fahrzeuge aus
  • und verwendet umweltschonende Reinigungsprodukte.

Anregung zu nachhaltiger Mobilität

Die Geschäftsreisen stellen mit 29 % der Treibhausgasemissionen die zweite Emissionsquelle des diplomatischen Netzwerks dar. Während sich Flüge auf Langstrecken schwer vermeiden lassen, ist es bei Kurzstrecken -unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Infrastrukturen der jeweiligen Länder - möglich, umweltbewusst zu handeln Die Botschaften setzen schrittweise bestimmte Initiativen um: Anschaffung von Hybrid- oder Elektroautos, Förderung von Mitfahrgelegenheiten, der Nutzung von Fahrrädern und Videokonferenzen usw.

Beispiel: Die französische Botschaft in Oslo hat 2015 einen gemeinsamen Fahrrad-/ öffentliche Verkehrsmittel-Tag eingeführt.
Die Botschaft in Lissabon hat ein Elektroauto (Renault Zoe) angeschafft und schult ihre Fahrer für ein umweltbewussten Fahrverhalten.


Förderung erneuerbarer Energien

Ein geringerer Energieverbrauch ist gut, aber ein nachhaltiger Energieverbrauch ist besser! Die Botschaften werden aktiv: Einrichtungen von mit erneuerbaren Energien betriebene Anlagen, Abschluss von Energieverträgen mit Lieferanten, die ihre Energie zu 100 % oder teilweise aus erneuerbaren Energiequellen beziehen.

Beispiel: Im Rahmen des "Grüne Botschaft"-Projekts hat die französische Botschaft in Pretoria auf ihr Dach im Februar 2016 172 Solarpanel montiert.
Die französische Botschaften in Dublin und Windhoek sowie das Konsulat in Pondicherry sind ebenfalls mit Photovoltaikanlagen ausgestattet.


Schutz der biologischen Vielfalt und der Umwelt

Die Botschaften tragen mit einer nachhaltigen Grünflächennutzung und mit der Umsetzung bestimmter spezifischer Projekte zur Reduzierung der Umweltwirkungen und zur Förderung der biologischen Vielfalt bei: biologischer Anbau, Verwendung zertifizierter Produkte, Anlage von Gemüsegärten und Bienenstöcken, Förderung einheimischer Arten usw.

Beispiel: Einige Botschaften haben Bienenstöcke angelegt. Dazu zählen insbesondere die französische Botschaft in Sofia, Addis Abeba, Berlin, Bogota, Washington und Beirut.
Andere gestalten ihre Grünanlagen um, um so die biologische Vielfalt und die Umweltentlastung zu fördern.
Die französische Botschaft in Brasilia hat Teile der Gärten umgestaltet, indem sie automatische Bewässerungssysteme eingerichtet hat und einheimische Pflanzenarten bevorzugt.


Abfallreduzierung und -trennung

Dematerialisierung, Einstellung der Drucker, Abfalltrennung, Bewusstseinsbildung der Mitarbeiter, Partnerschaften mit lokalen Akteuren: Die Botschaften mobilisieren sich, um ihre Abfallproduktion zu senken und die Abfallwiederverwertung zu fördern.

Beispiel: Seit 2012 wendet sich die französische Botschaft in Mosambik an einen örtlichen Verein für die Entsorgung ihrer Papierabfälle.
Das Anlegen von Komposten im Garten der Residenz der Botschaft in Tel Aviv hat eine Abfallverringerung von jährlich 200 kg ermöglicht.
Die französische Botschaft in Yaoundé hat eine Partnerschaft mit einem örtlichen Verein ins Leben gerufen, dank der eine umweltgerechte Wiederverwertung der Elektro- und Elektronikaltgeräte der Botschaft verwirklicht werden kann und gleichzeitig zur Ausbildung junger Kameruner (18-35 Jahre) zu Informatikberufen beiträgt.


Interne und externe Bewusstseinsbildung bezüglich nachhaltiger Entwicklung

Der Erfolg des "Grüne Botschaft"-Ansatzes geht mit der internen Mobilisierung der Mitarbeiter hinsichtlich gemeinsamer Ziele und Vorhaben einher. Die französische Botschaft in Rom hat zum Beispiel die Arbeitsgruppe "Gesprächspartner der grünen Botschaften" (« Correspondants Ambassades vertes ») ins Leben gerufen: Dank der freiwilligen Mitarbeiter konnten Vorschläge nach oben weitergeleitet werden, Prioritäten abgewogen und ihre Kollegen für umweltbewusstes Handeln im Alltag sensibilisiert werden.

Die Sensibilisierung der lokalen Akteure für Nachhaltigen Entwicklung ist ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil des "Grüne Botschaft"-Projekts. Dazu gehört zum Beispiel die Organisation von Konferenzen und öffentlich zugänglichen Veranstaltungen sowie die Unterstützung von Projekten auf lokaler Ebene. Anlässlich der europäischen diplomatischen Klimawoche 2016, hat die französische Botschaft in Bolivien in Zusammenarbeit mit der EU-Delegation und der deutschen Botschaft mehrere für die bolivianische Öffentlichkeit zugängliche "kreative und grüne Treffen" veranstaltet.


Kontakt : mae-vert.dga-dil-scl chez diplomatie.gouv.fr