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Archäologieberichte
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Mexiko - Chupicuaro pointillés

Einleitung


Illust:

Carte de situation, 258.5 kB, 580x436

Am Projekt Chupicuaro, das 1998 begonnen hat, arbeiten das Zentrum für mexikanische und mittelamerikanische Untersuchungen (CEMCA) und die UMR 8096 “Archéologie des Amériques” (Archäologie Gesamtamerikas) des nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (CNRS) zusammen, in Abstimmung mit dem nationalen Institut für mexikanische Anthropologie und Geschichte (INAH). Im Rahmen dieser Arbeit konzentrieren sie sich auf eine vorklassische Kultur, die sich im nördlichen Zentrum Mexikos zwischen 600 v. Chr. und 250 n. Chr. entwickelte und als eine der bedeutenden politischen Einheiten der mesoamerikanischen Vorklassik betrachtet wird.

Diese Forschungen sind die ehrgeizigsten, die über diese Kultur seit der Pionierarbeit im Jahr 1946 nahe des namengebenden Dorfes Chupicuaro durchgeführt wurde. Damals hatte man anlässlich der Notgrabungen im Rahmen der Errichtung eines Staudamms, dessen Wasser einen Großteil des Tals zwischen den Ortschaften Acambaro und Tarandacuao überfluten sollte, vor allem durch die Entdeckung einer bedeutenden Nekropole Erkenntnisse über diese Kultur gewonnen. Dennoch wurden außer Gräbern kaum weitere Funde gemacht.

Ziel des Projekts Chupicuaro ist es, die Kultur der Chupicuaro auf regionaler Ebene global zu erfassen, mit besonderem Augenmerk auf den chronologischen Problemen, um ihre Rolle in den kulturellen Entwicklungen des Beckens von Mexiko zu ermitteln und die Beziehungen mit den damaligen Kulturen des Nordwestens besser zu durchleuchten. Besonders wurde dabei auch auf Aspekte der Paläoumwelt geachtet. So wurde vor allem die Entwicklung der Siedlungsverteilung in einer damals sehr unruhigen und durch aktiven Hydrothermalismus geprägten Landschaft unter die Lupe genommen.

 

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