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Archäologieberichte
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Kolumbien - El Morro pointillés

Einleitung


Eine prähispanische Stätte im andinen Äquatorialamerika

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Lageplan


Das pazifische Küstengebiet des südlichen Kolumbiens und des nördlichen Ecuadors besteht vorwiegend aus Mangroven und Tiefland, das von Sumpfgebiet unterbrochen ist und bis zum westlichen Fuß der Gebirgskette von dichten Wäldern bewachsen ist.

Dort folgten vom 7. bis zum 16. Jahrhundert v. Chr. mehrere prähispanische Besiedlungen aufeinander.

Nach einer ersten Besiedlungsphase entfaltet sich zwischen 300 v. und 300 n. Chr. der wichtigste kulturelle Abschnitt - "La Tolita Tumaco" genannt - dem einige weniger bedeutsame Phasen folgen. Nach dem aktuellen Wissensstand kann dieses geokulturelle Gebiet durch die heutigen Häfen von Buenaventura im Norden und Esmeralda im Süden abgegrenzt werden.

Im Rahmen eines vorhergehenden Projekts am nördlichen Küstenabschnitt Ecuadors konnten wir feststellen, dass die Insel La Tolita eine den Führungsschichten vorbehaltene Totenstadt war, aber auch, welche Bedeutung die dort abgehaltenen Begräbnisrituale hatten.

Das neue Projekt in El Morro, Tumaco, findet auf dem Gelände der Hafenmeisterei und des CCP (Centro Control Contaminación del Pacífico / Zentrum zur Überwachung der Pazifikkontamination) der nationalen Marine Kolumbiens statt. An diesem Ort haben wir bereits 1979 mittels Probebohrungen archäologische Überreste gefunden, konnten damals aber keine richtigen Ausgrabungen durchführen.

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Blick auf den Anlegestrand

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Ansicht der Sondierungsstelle
von schräg oben

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Ansicht des äußeren Abschnitts der Insel

In dieser Region ist El Morro die einzige archäologische Stätte am Meeresufer, die man kennt; sie befindet sich in strategischer Lage an der Zufahrt zur Reede von Tumaco, an einem Strand, der durch eine der an den Kontinent grenzenden Inseln geschützt ist.

In dieser Region ist El Morro die einzige archäologische Stätte am Meeresufer, die man kennt; sie befindet sich in strategischer Lage an der Zufahrt zur Reede von Tumaco, an einem Strand, der durch eine der an den Kontinent grenzenden Inseln geschützt ist. Die Stätte, die sich zwischen den nördlichen Breitengraden 1° 49’ und 1° 50’ und den westlichen Längengraden 78° 44’ und 78° 44’ 10" befindet, liegt gegenüber der Küste und erstreckte sich über eine Fläche von 1 500 m x 300 m, bevor sie Ende der 40er-Jahre, zu jener Zeit, zu man erstmals davon erfuhr, durch die Errichtung des heutigen Hafens von Tumaco teilweise zerstört wurde (Cubillos, 1955).

1979 konnten wir die Existenz archäologischer Überreste an dieser Stätte bestätigen (Bouchard, 1982-1983). Als diese durch die Erweiterung des in der Stätte liegenden Marinestützpunktes erneut bedroht war, führten wir im Oktober/November 1996 Notgrabungen mit anschließender Materialuntersuchung im Juni 1997 durch.

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Ansicht des Außenbereichs der Insel

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El Morro in den Jahren 1940-50

 

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