Teilnahme von Jean-Baptiste Lemoyne an der Plenarsitzung der nationalen Kommission für dezentrale Zusammenarbeit (Paris, 9 Oktober 2017)

Jean-Baptiste Lemoyne, Staatssekretär beim Minister für Europa und auswärtige Angelegenheiten, hat am 9. Oktober die zweite Plenarsitzung 2017 der nationalen Kommission für dezentrale Zusammenarbeit eröffnet.

Aus diesem Anlass wurde eine Botschaft des sich zurzeit in Marokko aufhaltenden Ministers für Europa und auswärtige Angelegenheiten verlesen. Dieser betont darin, wie sehr die dezentrale Zusammenarbeit den Einfluss Frankreichs ergänzt, indem er das Beispiel Marokkos hervorhebt. Dort gibt es etwa 50 aktive Partnerschaften, dort sind 10 Hauptstädte unserer Verwaltungsregionen präsent, die Zusammenarbeit wird durch Maßnahmen für Projektausschreibungen mit gemeinsamer Finanzierung unterstützt, und es finden Schulungen für Beamte der marokkanischen Gebietskörperschaften statt. Außerdem nahmen vor knapp einem Jahr etwa 200 französische Vertreter an der letzten französisch-marokkanischen Konferenz für dezentrale Zusammenarbeit teil.

Völkerverständigung, Entwicklung der Länder des Globalen Südens, Kampf gegen den Klimawandel, wirtschaftlicher Aufschwung, Attraktivität der Regionen, Frankophonie – die dezentrale Zusammenarbeit ist äußerst vielfältig.

Die dem Amt des Premierministers angegliederte Nationale Kommission für dezentrale Zusammenarbeit (CNCD) ist paritätisch mit Vertretern der französischen Verbände der Gebietskörperschaften und aller von der dezentralen Zusammenarbeit betroffenen Ministerien besetzt (16 ordentliche Mitglieder und 16 Stellvertreter aus jeder dieser Kategorien). Sie kann Vorschläge unterbreiten, die auf die Verbesserung und die Vertiefung von Maßnahmen im Rahmen der dezentralen Zusammenarbeit abzielen.

Der Staatssekretär und der stellvertretende Vorsitzende der Kommission und Bürgermeister von Dijon, François Rebsamen, legten den Schwerpunkt auf den Beitrag der Gebietskörperschaften zur staatlichen Entwicklungshilfe und betonten die wichtige Rolle der Volksvertreter, ihrer Verbände und ihrer Netzwerke.

Debattiert wurde unter anderem über Veränderungen bei der Entwicklungshilfe der Gebietskörperschaften, über ihren Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung, über die Mobilität junger Menschen und über freiwillige Dienste. Zur Sprache kamen auch der Brexit und die Lage in der Sahelzone, in der die französischen Gebietskörperschaften stark engagiert sind.

2017 und 2018 werden Konferenzen für dezentrale Zusammenarbeit in Madagaskar, Haiti, Polen, Japan und China stattfinden.

Die Sitzung bot auch die Gelegenheit, die Botschafterin für die auswärtigen Aktivitäten der Gebietskörperschaften, Christine Moro, vorzustellen. Frau Moro wurde kürzlich zur Leiterin der Delegation für die auswärtigen Aktivitäten der Gebietskörperschaften beim Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten ernannt. Diese ist für die Umsetzung der Strategie zuständig, mit der die dezentrale Zusammenarbeit (Ausschreibung von Projekten, geografische paritätische Fonds) gefördert werden soll, und soll die Aktivitäten der anderen Partner ergänzen.

Mehr über die auswärtigen Aktivitäten der französischen Gebietskörperschaften erfahren Sie (in französischer Sprache) unter www.diplomatie.gouv.fr/fr/politique-etrangere-de-la-france/action-exterieure-des-collectivites-territoriales