Vereinte Nationen - Menschenrechte - Internationaler Tag der Verschwundenen (30. August 2017)

Anlässlich dieses Internationalen Tages, der den Opfern gewaltsamen Verschwindenlassens im Auftrag oder mit Duldung eines Staates gewidmet wurde, gedenken wir den Betroffenen und ihren Familien.

Diese Praktiken können derzeit weiterhin in mehreren Ländern beobachtet werden, insbesondere in Syrien und Nordkorea.

Seit 1980 besteht eine spezifische Arbeitsgruppe der Vereinten Nationen, die mit 56 000 Fällen in 112 Staaten befasst wurde. Um der Arbeitsgruppe ihre Weiterarbeit zu ermöglichen, stellt Frankreich dem Menschenrechtsrat gemeinsam mit anderen Staaten einen Resolutionsentwurf zur Erneuerung ihres Mandats vor.

Das Internationale Übereinkommen zum Schutz aller Personen vor dem Verschwindenlassen verankert das Recht zur Aufklärung über die Umstände des Verschwindenlassens, den Ablauf und die Ermittlungsergebnisse sowie über das Schicksal der verschwundenen Person. Frankreich ruft alle Staaten, die den Text noch nicht ratifiziert haben, dazu auf, dieses zu tun und die Zuständigkeit des Ausschusses für das gewaltsam verursachte Verschwinden von Personen anzuerkennen. Seit dem letzten Internationalen Tag der Verschwundenen 2016 haben fünf weitere Staaten den Text ratifiziert.

Wir bleiben weiterhin aktiv, zusammen mit unserem argentinischen Partner, um die weltweite Anwendung des Übereinkommen zu erreichen und den Kampf gegen die Straflosigkeit dieser Verbrechen fortzuführen.