Vereinigtes Königreich - F&A - Pressebriefing (Auszüge) (21. Juli 2017)

Frage: Was wird aus dem französisch-britischen Projekt zum Bau einer Kampfdrohne? Und können ganz allgemein der Brexit und die deutsch-französische Annäherung bei Projekten im Verteidigungsbereich einen Einfluss auf die Verträge von Lancaster House haben?

Antwort: Im Bereich der Verteidigung ist die französisch-britische Zusammenarbeit in den Bereichen der Operationsfähigkeit und der Kapazitäten besonders eng. Diese Zusammenarbeit wird durch den Brexit nicht infrage gestellt, da sie in erster Linie bilateraler Art ist, die Strategie und die Politik unserer beiden Länder unverändert übereinstimmen und unsere Industrien stark integriert sind.

Im Übrigen haben Frankreich und Großbritannien Rüstungsprogramme für die Zukunft in die Wege geleitet, darunter das künftige Future Combat Air System (FCAS) von Dassault und BAE Systems.

Bei einem Treffen der Hochrangigen Arbeitsgruppe (High Level Working Group) konnten im Dezember die Schritte definiert werden, die zu einer Vertragsabschließung hinsichtlich der Demonstrationsphase der FCAS-Kampfdrohne führen könnten. Bei dieser Gelegenheit wurde ein Abkommen über eine zusätzliche zwölfmonatige Prüfungsphase unterzeichnet.

Zur Erinnerung: Die Hochrangige Arbeitsgruppe ist das Führungsgremium für die britisch-französische Zusammenarbeit im Rüstungsbereich. Sie wurde durch die Verträge von Lancaster House von 2010 geschaffen, durch die Frankreich und Großbritannien eine außergewöhnlich enge Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung beschlossen.

Mit Deutschland verbindet uns ein starker politischer Wille, unsere Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich zu vertiefen – im Rahmen der Europäischen Union, aber auch im bilateralen Rahmen. Dieser Wille wurde auf höchster Ebene auf der Sitzung des Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrats vom 13. Juli bekräftigt.

Die französisch-britische und die deutsch-französische Zusammenarbeit ergänzen einander.